HSV-Finanzvorstand Dr. Thomas Wüstefeld
  • Dr. Thomas Wüstefeld ist seit Anfang Januar Finanzvorstand des HSV.
  • Foto: WITTERS

Wüstefeld: Was bedeutet der Millionen-Wirbel für seine HSV-Zukunft?

Dass es zwischen den HSV-Vorständen Thomas Wüstefeld (53) und Jonas Boldt (40) knirscht, ist ein offenes Geheimnis. Kritische Stimmen, wie lange es in dieser Konstellation gut gehen kann, begleiten den Verein seit Wochen. Wüstefelds berufliche Vergangenheit brachte nun neue Brisanz und könnte bei der Beantwortung dieser Frage eine Rolle spielen. 

Als hätten sie nicht schon genug auf dem Zettel gehabt. Bei der gemeinsamen Sitzung der HSV-Aufsichtsräte mit dem Vorstand ging es am Donnerstagabend nicht nur um die Sanierungsarbeiten am Stadion für die EM 2024 oder die erhoffte Aufstockung des Transferbudgets. Insbesondere Wüstefeld, so wurde es im Vorfeld des Treffens vermutet, wollte sich erklären, nachdem das „Abendblatt“ tags zuvor über berufliche Verwicklungen des Finanzvorstands berichtet hatte.


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Mehrere Firmen, so berichtete die Zeitung, sollen gegen den Geschäftsmann und seine Firma „Medsan“ hohe Millionenforderungen gestellt und Unregelmäßigkeiten bei Lieferungen beklagt haben. So soll ein Geschäftspartner 32 Millionen Euro für entgangene Gewinne einfordern, weil Wüstefelds Firma der Lieferung der versprochenen Geräte nur teilweise nach kam. Der HSV-Vorstand bestreitet die Vorwürfe und vermutet eine Kampagne.

Was bedeuten die Vorwürfe für Wüstefelds HSV-Zukunft?

Was aber bedeutet das alles für seine Zukunft beim HSV? Wüstefeld, der seit Januar HSV-Vorstand ist und zuvor den Aufsichtsrat führte, pflegt vor allem zu Kontrolleurs-Boss Marcell Jansen gute Drähte, die  Verlängerung seines im Januar 2023 auslaufenden Vorstands-Vertrages gilt als durchaus möglich. Aber würde Jansen auch zu Wüstefeld halten, sollten sich die beruflichen Anschuldigungen bewahrheiten?

Jansen, so heißt es, hält nichts von einer Vorverurteilung. Für ihn soll bis auf weiteres die Unschuldsvermutung gelten. Sollten sich die Vorwürfe gegen Wüstefeld allerdings erhärten und sich abzeichnen, dass der HSV darunter leiden könnte, wäre auch ein Abrücken Jansens von Wüstefeld denkbar.

Wüstefeld und Boldt hoffen beide auf neue HSV-Verträge

In diesem Fall hätte sich das Problem des schwierigen Miteinanders von Wüstefeld und Boldt erledigt. Auch mit dem Sportvorstand (Vertrag bis Sommer 2023), wollte der Aufsichtsrat in Kürze Gespräche über eine Verlängerung des Kontraktes führen. In der Realität ist es indes immer schwerer vorstellbar, dass der Rat mit beiden Bossen verlängern wird.

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