Alexander Røssing-Lelesiit, Yussuf Poulsen, Daniel Elfadli und Nicolás Capaldo

Alexander Røssing-Lelesiit (l.) und Yussuf Poulsen (2.v.l.) standen dem HSV zuletzt nicht zur Verfügung. Foto: WITTERS

Booster im Saisonfinale? Der Comeback-Plan bei einem HSV-Duo

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Am Dienstag durften gleich zehn Nachwuchs-Feldspieler am Profitraining des HSV teilnehmen. Das lag natürlich in der Abwesenheit vieler Nationalspieler um Luka Vuskovic begründet. Aber auch mehrere Verletzungen beeinflussen die Zusammenstellung von Merlin Polzins Übungsgruppe. Zu einem weiterhin nicht fitten Trio gibt es keine positiven Nachrichten. Aber wie sieht es eigentlich bei den beiden Dauer-Patienten Yussuf Poulsen und Alexander Røssing-Lelesiit aus?

Auch wenn die Tage bis zum letzten Spieltag immer weniger werden und die anstehende Crunchtime eigentlich keinen Raum für riskante Experimente lässt, hofft der HSV, dass sowohl der dänische Stürmer als auch der norwegische Linksaußen im Saisonfinale noch ihr Comeback im Spielbetrieb feiern können.

Røssing-Lelesiit beim HSV vor Rückkehr ins Lauftraining

Røssing-Lelesiit fehlt, seitdem er sich im Stadtderby gegen den FC St. Pauli (0:0) Ende Januar einen hochgradigen Syndesmosebandriss zugezogen hatte. Er war zunächst auf einen Spezialschuh angewiesen und trieb seine Genesung im Athleticum am Volkspark voran. Dort half ihm ein modernes Unterwasserlaufband dabei, den angeschlagenen Fuß behutsam und mit reduziertem Körpergewicht zu stärken. Die Reha-Experten beim HSV planen, im Laufe dieser Woche, rund um das Heimspiel gegen den FC Augsburg am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de), erstmals wieder mit Røssing-Lelesiit auf den Fußballplatz zu gehen. Angedacht sind vorerst lockere Laufeinheiten.

HSV-Profi Alexander Røssing-Lelesiit hatte sich im Stadtderby schwer am Fuß verletzt. WITTERS
Alexander Rössing-Lelesiit
HSV-Profi Alexander Røssing-Lelesiit hatte sich im Stadtderby schwer am Fuß verletzt.

Wann der 19-Jährige wieder ins Mannschaftstraining integriert werden kann und danach auch für den Kader infrage kommt, ist zurzeit noch schwer vorhersehbar. An einem der letzten Spieltage soll der Youngster nach Möglichkeit aber wieder zum Zug kommen können. Zumindest in der Theorie. Ob das wirklich sinnvoll ist nach dieser langwierigen Verletzung, muss Polzin in Absprache mit den Vereinsmedizinern entscheiden. Mit Philip Otele und Jean-Luc Dompé ist der HSV auf der linken Offensivseite personell gut aufgestellt.

Auch HSV-Kapitän Poulsen soll diese Saison noch spielen

Bei Kapitän Poulsen würde man aufgrund seiner Erfahrung einerseits mit Blessuren und andererseits mit heißen Saison-Endphasen womöglich eher ins Risiko gehen. Die Tendenz bei ihm geht aktuell dahin, dass er ein paar Tage später als Røssing-Lelesiit wieder ins dosierte Lauftraining auf dem Rasen einsteigen wird, vermutlich in der nächsten Woche vor dem Auswärtsspiel in Stuttgart (12. April). Wann Übungen mit dem Ball dazukommen, ist noch offen. Poulsens Vorteil ist nicht nur, dass er seinen Körper bestens kennt und der Umgang mit Verletzungen nichts Neues für ihn ist – sondern auch, dass es ihn im Vergleich zu Røssing-Lelesiit etwas glimpflicher erwischte: Vor drei Wochen erlitt er im Training einen großen Muskelfaserriss im Oberschenkel und fällt seither zum schon fünften Mal in dieser Saison aus.

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Der HSV setzte stets auf vorsichtige Reha-Schritte, um nicht länger auf den 31-Jährigen verzichten zu müssen. Der Plan ging nur bedingt auf – denn für Poulsen setzte es immer wieder neue Rückschläge, wenn auch solche, die man aus medizinischer Sicht wohl kaum hätte verhindern können. Polzin stellte wegen seines Spielführers zuletzt ohnehin klar: „Mit seiner Körperpflege und seinem Lebensstil versucht Yussi alles, um zu funktionieren. Auch unsere Ärzte und die gesamte medizinische Abteilung haben ihn sehr genau unter Kontrolle und versuchen, ihm zu helfen.“ Diesmal soll dieser Support dazu führen, dass Poulsen vor dem Ende der Saison noch mal wichtig für den HSV werden kann. Mit exakten Prognosen ist und bleibt es bei ihm aber schwierig.

Polzin lässt viele HSV-Talente um Boakye mittrainieren

Auch bei Nicolás Capaldo muss Polzin weiterhin abwarten. Der Argentinier übte am Dienstag abermals nicht mit der Mannschaft, wodurch sein Kader-Comeback gegen Augsburg unwahrscheinlicher wird. Noch bleiben dem an der Bauchmuskulatur verletzten Profi einige Tage Zeit.

Auch Jean-Luc Dompé kam am zweiten Tag der Woche nicht mit auf den Platz, den Franzosen plagen Fußprobleme. Der Trainer hofft bei Dompé zumindest auf die Möglichkeit eines Joker-Einsatzes. Bakery Jatta konnte als Einziger aus dem Trio zumindest individuell trainieren, ein Bankplatz schon am kommenden Wochenende ist bei dem zuletzt am Oberschenkel verletzten Gambier laut Polzin aber ausgeschlossen.

Während die Nationalspieler, Poulsen, Røssing-Lelesiit, Capaldo, Dompé und Jatta in der großen Übungsgruppe fehlten, durften sich in eben dieser einige Talente zeigen. Aus der U19 waren am Dienstag Noah Adekunle, Henri Schümann, Mehmet Yildirim und Finn Barkowsky dabei. Von der U21 standen Dorian Migalic, Arnaud Riedel, Davis Rath, Kelvin Ojo, Lukas Bornschein und Hamburgs Regionalliga-Top-Torjäger Maurice Boakye auf dem Platz.

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