HSV-Keeper Daniel Peretz läuft sich warm

Ersatzkeeper Daniel Peretz steht vor dem Abgang vom HSV. Foto: IMAGO/HMB-Media

Blitz-Wechsel! Gleich zwei HSV-Profis stehen vorm Absprung – Bosse unter Druck

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Es war eine Nachricht, die die gute Laune der HSV-Bosse zum Jahreswechsel erheblich schmälerte. Wenn die Mannschaft des Aufsteigers am Freitag erstmals nach ihrem Winterurlaub wieder im Volkspark zusammenkommt, werden aller Voraussicht nach gleich zwei Profis fehlen. Alles deutet darauf hin, dass neben Jonas Meffert (befindet sich in fortgeschrittenen Verhandlungen mit Holstein Kiel) auch Daniel Peretz den sofortigen Absprung macht. Noch ist der Deal nicht fix – doch der Ersatzkeeper steht kurz vor einem Wechsel zum englischen Zweitligisten FC Southampton. Der HSV gerät damit auf dem Transfermarkt noch weiter unter Druck.

Peretz verlässt den HSV, darauf deutet seit Silvester alles hin. Der FC Bayern wird von seinem Recht Gebrauch machen und die eigentlich bis Sommer laufende Leihe des Keepers nach Hamburg auf Peretz‘ Wunsch hin vorzeitig beenden. Damit macht der 25-Jährige das wahr, was er bereits vor zwei Monaten androhte. Da erklärte er: „Es ist offensichtlich, dass ich enttäuscht bin, dass ich in Hamburg nicht spiele.“ Und weiter: „Vielleicht gibt es ja eine Veränderung im Januar, denn ich will unbedingt spielen.“

Peretz will vom HSV zu Southampton wechseln

So wird es nun kommen. „Bild“ berichtete an Silvester zuerst von dem sich anbahnenden Leih-Deal mit Southampton, der bis Sommer 2026 laufen soll. Allerdings müssen noch mehrere Details geklärt werden, ehe die HSV-Leihe abgebrochen und der neue Wechsel klar gemacht werden können. Das könnte bereits im Laufe dieses Donnerstags geschehen.

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Wie aber kam es zu der letztlich rasanten Entwicklung um Peretz? Nach MOPO-Informationen wurden die HSV-Bosse von Peretz’ Berater bereits vor mehreren Tagen darüber informiert, dass die Suche des Torwarts nach einem neuen Verein auf Hochtouren lief. Beim HSV sah Peretz keine Chance mehr, seine Lage zu verbessern. Zu stabil waren in der Hinrunde die Leistungen von Konkurrent Daniel Heuer Fernandes, als dass ein Wechsel im Tor zumindest mittelfristig ein realistisches Szenario wäre. Was die Lage für Peretz dramatisch verschlimmerte: Zweimal durfte er zwar im DFB-Pokal ran (in Heidenheim und gegen Kiel). Doch nach dem bitteren Aus gegen Holstein Anfang Dezember (2:4 im Elfmeterschießen) war klar, dass bis Saisonende im Cup keine weiteren Partien dazukommen würden. Die Aussicht auf lange fünf Monate bis Saisonende ohne jeden Einsatz bewogen Peretz nun dazu, den Absprung zu machen.

Der HSV sucht im Winter mindestens drei neue Profis

Für den HSV bedeutet der anstehende Wechsel, dass er seine ohnehin schon komplizierte Suche auf dem Transfermarkt um einen weiteren Aspekt ergänzen muss. Neben der dringend nötigen Verpflichtung zumindest eines Angreifers und eines Backups für Linksverteidiger Miro Muheim muss nun auch ein neuer zweiter Torwart her.

Die Messlatte liegt aufgrund der nun fehlenden Klasse von Peretz hoch. Mit Hannes Hermann (20) und Fernando Dickes (18) befinden sich lediglich zwei junge Talente im HSV-Profikader, die allerdings beide in ihrer Karriere noch ohne jeden Einsatz in einem Profi-Pflichtspiel sind. Gesucht wird ein gestandener Mann. Vor Peretz war der zu Union Berlin abgewanderte Matheo Raab die Nummer zwei im Volkspark. Nun wird ein Keeper gesucht, der in die Kategorie dieser beiden fällt.

Kommende Woche tritt der HSV in Freiburg an

Unvermindert weiter geht die Suche nach einem Angreifer und einem zusätzlichen Linksverteidiger. Für diese Position ist Dortmunds Talent Almugera Kabar einer von mehreren Kandidaten. Mit schnellen Entscheidungen ist allerdings für beide Positionen nicht zu rechnen. Die HSV-Bosse hoffen, eventuell bis zum Liga-Jahresstart kommende Woche in Freiburg (10. Januar) Verstärkung präsentieren zu können.

Der Abgang naht: Sein Einsatz Mitte Dezember in Hoffenheim dürfte der letzte von Jonas Meffert (r.) für den HSV gewesen sein. IMAGO/Eibner
Jonas Meffert (r.) im Spiel des HSV in Hoffenheim.
Der Abgang naht: Sein Einsatz Mitte Dezember in Hoffenheim dürfte der letzte von Jonas Meffert (r.) für den HSV gewesen sein.

Immer weiter Formen nimmt hingegen Mefferts Abgang nach Kiel an. Der Wunsch der Holstein-Verantwortlichen ist es, den Mittelfeldmann bereits am Sonntag mit ins Trainingslager im spanischen Algorfa nehmen zu können. Ob Meffert am Freitag noch beim HSV-Trainingsauftakt im Volkspark erscheinen wird, war am Neujahrsmorgen noch offen.

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Eine andere Entscheidung ist hingegen definitiv gefallen. Angreifer Otto Stange wird seine Leihe in Elversberg bis Sommer fortsetzen (die MOPO berichtete). Zwischenzeitlich stand eine Luftveränderung im Raum. Daran aber hat der HSV mittlerweile kein Interesse mehr.

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