HSV
Berater gewechselt! Arbeitet dieser HSV-Profi an seinem Abgang?
Keine leichten Zeiten für Daniel Elfadli beim HSV. Im Kampf um die Stammplätze hatte er zuletzt schlechte Karten – nun könnte er noch in diesem Sommer seine Schlüsse daraus ziehen.
Seine Zufriedenheit hält sich dieser Tage in Grenzen. Die Vorbereitung verlief für Daniel Elfadli bislang nicht sonderlich gut, am Mittwoch musste der HSV-Profi im Trainingslager in Herzogenaurach bereits nach dem Aufwärmen passen, weil er sich leicht verletzte. Auch rund um den HSV-Verteidiger brodelt es: Seit Dienstagabend mehren sich die Anzeichen, dass er den Verein noch in dieser Sommerpause verlassen könnte.
Mitunter genügen wenige Wörter, um eine Menge auszusagen. „Welcome to the family“, hieß es unter einem Beitrag, den Spielerberater Schafiq Said am Dienstag bei Instagram postete, versehen mit einem Bild Elfadlis und dem groß geschriebenen Zusatz: „Signed“. Eine Botschaft, hinter der sich ein Beraterwechsel verbirgt, der als Signal für Elfadlis weitere Karriereplanung gewertet werden kann.
HSV-Profi Elfadli wechselt zu einer der weltweit größten Agenturen
Was steckt hinter dem Vorgang? Bis zuletzt ließ sich der HSV-Profi noch von der „Haspel Sportconsulting“ und dessen Inhaber Ingo Haspel beraten, ehe er nun zu Said und dessen Kollegen Thies Bliemeister wechselte, die für „CAA Stellar“ arbeiten. Die Agentur mit Hauptsitz in London zählt weltweit zu den Branchenführern und berät zahlreiche Stars wie etwa Fermín López (FC Barcelona), Elliot Anderson oder Omar Marmoush (beide Man City). In der Branche wird Elfadlis Beraterwechsel als weiteres Indiz dafür angesehen, dass er dazu tendiert, den HSV in diesem Sommer zu verlassen.
Überraschend käme das nicht. Bereits Mitte Juni berichtete die MOPO, dass der 29-Jährige sich gedanklich auf einen Abgang vorbereitet, nachdem er in der Vorsaison nicht wie erhofft zum Zug kam. Allerdings entschied sich Elfadli dazu, nicht sofort auf eine Luftveränderung zu drängen, sondern die Vorbereitung zu nutzen, um sich beim HSV neu zu positionieren. Diesen Standpunkt vertritt er grundsätzlich noch immer.
Der HSV fahndet nach einem neuen Abwehrchef
Allerdings dürfte ihm nicht entgangen sein, dass sich seine Chancen nicht verbessert haben. In den Vorbereitungsspielen bei Rapid Wien (2:3) und gegen Heidenheim (3:1) erhielt auf seiner Position sogar Nachwuchs-Talent Jason Bissi-Mouelle (18) den Vorzug. Es ist eine Situation, die sich in Kürze noch verschärfen dürfte. Unter Hochdruck fahndet der HSV nach einem neuen Abwehrchef, der den abgewanderten Luka Vuskovic ersetzen soll. Ein Kandidat ist der Belgier Sebastiaan Bornauw (27) von Leeds United.
Die Gesamtlage spricht nicht dafür, dass sich Elfadlis Rolle beim HSV im Vergleich zur Vorsaison verändern dürfte. Relativ zeitnah dürfte es vonseiten des Spielers und seiner neuen Berater Gesprächsbedarf geben.
Der HSV würde Elfadli wohl keine Steine in den Weg legen
Wie aber denkt der HSV darüber? Nach MOPO-Informationen würde der Verein seinem Aufstiegshelden wohl keine größeren Steine in den Weg legen, sollte dieser neue Wege beschreiten wollen. Voraussetzung wäre allerdings eine entsprechende Ablöse. Elfadlis Vertrag im Volkspark läuft noch bis Sommer 2028, sein Marktwert wird auf etwa drei Millionen Euro geschätzt. Ob der HSV diesen Betrag auch wirklich erzielen könnte, ist offen.
Ob Elfadli den HSV bis zum Ende der Transferperiode (1. September) wirklich verlassen wird, ist ebenfalls noch unklar. Zumindest aber hat er sich mit seinem Beraterwechsel gerüstet, um bestmöglich auf den nächsten Schritt vorbereitet zu sein.
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