HSV

Bei Pleite gegen Everton: Nächster magischer Daka-Moment – Sorgen um einen HSV-Star

Bakery Jatta, Rayan Philippe, Patson Daka und Albert Groenbaek jubeln nach einem HSV-Tor.
Der nächste Treffer: HSV-Torschütze Patson Daka (2.v.r.) lässt sich von seinen Kollegen feiern.

Beim 1:2 im Volkspark gegen Everton sorgte Patson Daka für den Höhepunkt des Abends. Die Fans waren aber auch besorgt, weil sich ein HSV-Profi verletzte.

Das Ergebnis wollte nicht zur positiven Grundstimmung des Tages passen, die meisten der 40.000 HSV-Fans aber zogen trotz des 1:2 (0:1) gegen Everton mit einem Lächeln auf den Lippen nach Hause – denn ein HSV-Profi machte ihnen richtig Freude. Angreifer Patson Daka lieferte in seiner zweiten Partie für die Hamburger den nächsten Knalleffekt und den Höhepunkt des Abends. Einer seiner Teamkollegen hingegen sorgte für einen Schreckmoment.

Die Freude über sein Heimdebüt war Daka anzumerken. Angeregt plauderte er nach dem Abpfiff in den Katakomben mit Evertons Kiernan Dewsbury-Hall, mit dem er einst zusammen in Leicester gespielt hatte. Auch sein früherer Teamkollege beglückwünschte den Sambier zu seiner starken Leistung und seinem zweiten Treffer im zweiten HSV-Spiel. Ein Tor, das die Fans verzückte.

Der HSV lag zur Pause gegen Everton zurück

Erst zur Pause war Daka für Yussuf Poulsen in die Partie gekommen, zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste durch einen Treffer des Ex-Freiburgers Merlin Röhl (40.). Fünf Minuten nach seiner Einwechslung stach Daka dann in Gerd-Müller-Manier zu. Nach einer sehenswerten Kombination über Albert Grønbæk und Rayan Philippe nahm der neue HSV-Angreifer die Kugel mit links an, drehte sich blitzschnell und vollendete mit rechts zum 1:1 (50.).

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„Es gibt keine Möglichkeit, meine Gefühle zu beschreiben“, ließ der 27-Jährige, der erst Anfang vergangener Woche zum HSV gestoßen war, nach seinem Heim-Debüt wissen. „Die Atmosphäre ist erstaunlich, die Fans sind brillant. Zwei Tore in zwei Spielen sind nicht normal für mich. Der Start hätte mir nicht besser gelingen können.“

HSV-Profi Daka erzielte sein zweites Tor im zweiten Spiel

Für Daka war es im zweiten Spiel das zweite Ausrufezeichen. In der Vorwoche brauchte er beim 3:1 gegen Heidenheim nur 28 Minuten, um zu treffen und zwei weitere Tore vorzubereiten. Nun genügten ihm fünf Minuten. Klar, dass auch Merlin Polzin hochzufrieden mit seinem Zugang ist. „Er ist unfassbar fleißig, professionell und erfahren“, so der Trainer. „Es macht Spaß mit ihm.“

Zwei Sportler sprechen in einer Halle vor einer Sponsorentafel, ein weiterer sitzt im Vordergrund.
HSV-Stürmer Patson Daka nach der Partie im Plausch mit Evertons Kiernan Dewsbury-Hall

Das galt zu weiten Teilen auch für den HSV, der Everton eifrig Paroli bot und dennoch verlor. In der Nachspielzeit lenkte Jordan Torunarigha Braidan Grahams Schuss ins eigene Netz ab, zuvor hatte sich Torhüter Daniel Heuer Fernandes einen Fehlpass erlaubt. Polzin urteilte: „Es gab viele Dinge, die mir gut gefallen haben, aber auch einige, die wir noch verbessern wollen. Wir können in beiden Strafräumen noch effizienter werden. Aber vieles, was wir gesehen haben, war auf einem guten Level gegen eine Mannschaft, die in der Premier League, also der besten Liga der Welt, eine vernünftige Rolle spielt.“

HSV-Profi Capaldo verletzte sich kurz nach dem Anpfiff

Dennoch: Es gab auch einen Schreckmoment. Fünf Minuten waren im Volkspark erst absolviert, da stockte den HSV-Fans kurzzeitig der Atem. Nach einer Attacke von Hayden Hackney blieb Nicolás Capaldo auf dem Boden sitzen, krempelte seinen Stutzen nach oben und deutete zügig an, ausgewechselt werden zu müssen. Polzin aber gab hinterher Entwarnung: „Er hat schon vor dem Anpfiff gespürt, dass sein Oberschenkel etwas fester wurde. Wir wollten kein Risiko eingehen und haben ihn deshalb herausgenommen. Im besten Fall ist nichts passiert.“

Läuft alles normal, wird Capaldo dabei sein, wenn der HSV am Montag in sein drittes und letztes Sommer-Trainingslager nach Herzogenaurach startet. Kommenden Samstag gibt es ein Wiedersehen im Volkspark – dann gegen den französischen Erstligisten OSC Lille (15 Uhr).

So spielte der HSV: Heuer Fernandes – Capaldo (7. Nandja), Torunarigha, Omari (62. Elfadli) – Jatta (78. Sedlatschek), Remberg (78. Amoako), Grønbæk (78. Nadir), Lemke (78. Sahiti) – Adeline (62. Pherai), Stange (46. Philippe) – Poulsen (46. Daka)

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