Bei Aufstieg mit dem HSV: Svea Stoldt hofft auf ein ganz besonderes Wiedersehen

Svea Stoldt bei einem HSV-Spiel im Volksparkstadion
Svea Stoldt ist mit nur 19 Jahren die Lenkerin im HSV-Mittelfeld.

Trotz ihrer jungen Jahre gehört Svea Stoldt zu den Dauerbrennerinnen beim HSV. Am Sonntag wird sie ihre 45. Zweitliga-Partie bestreiten, die 19-Jährige hat seit dem Aufstieg nur drei Punktspiele verpasst – und will in Andernach den nächsten Schritt Richtung Bundesliga tun.

Das Eigentor der Frankfurterinnen steigerte die Freude noch ein wenig. „Es war cool, sie mal wiederzusehen“, erzählt Svea Stoldt über ihre Begegnung mit Friederike „Fritzy“ Kromp am vorigen Sonntag: „Wir haben ja schon eine besondere Geschichte zusammen.“ Aktuell trainiert die ZDF-Expertin Kromp Eintracht Frankfurt II, das in letzter Minute gegen die HSV-Kickerinnen verlor. 2022 indes coachte sie die deutschen U17-Juniorinnen, die in Sarajevo Europameisterinnen wurden – mit Stoldt, die im Finale gegen Spanien das 1:0 für den DFB-Nachwuchs erzielte.

HSV-Spielerin Svea Stoldt wurde mit 16 Europameisterin

„Ich mag sie als Trainerin und Mensch sehr gern“, sagt die 19-jährige HSV-Mittelfeldspielerin über die 40-jährige Trainerin. Als sie mit 16 Europameisterin wurde, war sie schon Stammspielerin beim HSV, zu dem sie 2020 gewechselt, aber mit dem sie im Grunde schon immer verbunden war. „Meine Großeltern waren HSV-Fans, mein Vater auch“, erzählt Stoldt über ihre frühe Bindung. Entsprechend fand sie das DFB-Pokal-Halbfinale im Volksparkstadion gegen Werder Bremen (1:3 n.V.) vor 57.000 Zuschauer:innen „sehr, sehr krass, gerade als Hamburgerin aus einer Familie, die den HSV lebt“. Dreißig Karten orderte die gebürtige Wentorferin für Familie und Freunde.

Sollte der Aufstieg gelingen, würden Stoldt und Co. ihre Heimspiele regulär im Volksparkstadion austragen. „Wir haben noch schwere Gegner, die teilweise gegen den Abstieg spielen und sich reinhängen werden“, warnt die Dauerbrennerin, die in ihrem fünften HSV-Jahr nur ein einziges Spiel verpasst hat. „Als Stamm- und Führungsspielerin nehme ich gerne die anderen mit“, erklärt die Sechserin, die als Sechsjährige beim SV Börnsen mit Fußball begann. Über den SC Wentorf und den TSV Glinde wurde sie vom HSV entdeckt und trainierte dann erst mal doppelt: zweimal die Woche mit den Jungs von Glinde, zweimal die Woche im HSV-Mädchenteam. Damals war die deutsche Nationalspielerin Sara Däbritz ihr Vorbild, inzwischen ist es Georgia Stanway, die Europameisterin von Bayern München.

Georgia Stanway macht eine beruhigende Geste
Georgia Stanway ist Stoldts Vorbild. Die Engländerin spielt beim FC Bayern München.

„Zweikampfstärke hat sie richtig gut drauf“, schwärmt Stoldt von der Engländerin: „Sie hat einen Super-Spielstil, eine große Übersicht und starke Schüsse aus der zweiten Reihe.“ Die Nummer acht des HSV will „auf jeden Fall an einem torgefährlicheren Schuss“ arbeiten. Bislang steht in dieser Saison erst ein Elfmeter-Treffer zu Buche. Tore machen andere, Stoldt zieht die Fäden.

Klappt das weiter so gut wie bisher, muss es bis zur nächsten Begegnung von Svea Stoldt und Friederike Kromp nicht mehr allzu lange dauern. Kromp wechselt im Sommer aus Frankfurt zu Werder Bremen – in die Bundesliga. Der Weg zum Wiedersehen führt über Andernach.

Trotz ihrer jungen Jahre gehört Svea Stoldt zu den Dauerbrennerinnen beim HSV. Am Sonntag wird sie ihre 45. Zweitliga-Partie bestreiten, die 19-Jährige hat seit dem Aufstieg nur drei Punktspiele verpasst – und will in Andernach den nächsten Schritt Richtung Bundesliga tun.