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Beeindruckende Zahl! Adeline verrät Wechsel-Geheimnis: Darum kam er zum HSV

Martin Adeline und Co-Trainer Richard Krohn beim HSV-Training auf dem Rasen.
HSV-Assistenztrainer Richard Krohn (r.) erklärt Neuzugang Martin Adeline, worauf es im Volkspark ankommt.

Seit Anfang dieser Woche ist Martin Adeline HSV-Profi und wertet den Kader weiter auf. Geht es nach dem Franzosen, sollen sich die Fans an einen deutschen WM-Helden erinnern, wenn sie ihn spielen sehen. 

Einer wie er fehlte im Kader des HSV bislang – genau deshalb ist Martin Adeline nun da. Für vier Millionen Euro sicherten sich die Hamburger die Dienste des Offensivmannes, der zuletzt mit 21 Scorer-Punkten (zehn Treffer, elf Vorlagen) großen Anteil am Aufstieg des ES Troyes AC in die Ligue 1 hatte. Gerade im Volkspark angekommen, hatte der Franzose aber zunächst mal eine herbe Enttäuschung zu verdauen.

Vielleicht ja ganz gut, dass er nicht das gesamte Malheur mitverfolgen konnte. Am Dienstagabend hatte Adeline zunächst noch zu tun, erst zur zweiten Halbzeit des WM-Halbfinals seiner Franzosen gegen Spanien schaltete er ein und sah den letzten Akt der 0:2-Pleite, die das Aus des großen Titel-Favoriten besiegelte. „Ich bin wirklich traurig darüber“, stellte er tags darauf fest. „Die ganze Welt dachte doch, dass Frankreich Weltmeister wird. Aber so ist Fußball. Wir haben gegen eine großartige spanische Mannschaft verloren.“

Vier Franzosen stehen aktuell im Kader des HSV

Das Aus von „Les Bleus“ war auch in der HSV-Kabine mehr als nur ein Tuschelthema. Mit Jean-Luc Dompé, Rayan Philippe, Warmed Omari und nun Adeline tummeln sich dort gleich vier französisch-stämmige Profis. Das ist einer der Gründe, warum sich der Neue schon jetzt pudelwohl fühlt: „Ich habe das Glück, dass hier mehrere Franzosen spielen, dann ist es einfacher, sich zu integrieren.“ Grundsätzlich aber will Adeline so schnell wie möglich Deutsch lernen und ging diesbezüglich direkt in die Offensive: „Ich habe darum gebeten, mich an die Mitarbeiter des Vereins wenden zu können, um Deutschstunden zu erhalten. Das ist sehr wichtig für mich, um mich gut einzufinden.“

Beim HSV ist die Freude über Adelines Eigeninitiative groß. Fußballerisch meinen die Verantwortlichen ohnehin zu wissen, was sie von dem 22-Jährigen erwarten können. Dass sich Adeline trotz des Interesses anderer Vereine bereits vor Wochen für den HSV entschied, hing auch mit der Akribie zusammen, die Sportdirektor Claus Costa und Scouting-Leiter Sebastian Dirscherl an den Tag legten. „Sebastian hat mir erzählt, dass sie 20 Spiele von mir beobachtet haben, allein zehn davon live im Stadion“, berichtet Adeline. Das hinterließ Eindruck.

Bereits Ende Mai, nachdem er ausführlich mit HSV-Trainer Merlin Polzin gesprochen hatte, entschied sich der Franzose, dass sein Weg in den Volkspark führen sollte: „Er hat mich von dem Fußball überzeugt, den er spielen möchte. Ich weiß, dass es eine große Herausforderung für mich sein wird, denn die Bundesliga zählt zu den stärksten Ligen Europas. Deshalb möchte ich erstmal lernen und zeigen, was ich kann.“

HSV-Profi Adeline möchte so wie Thomas Müller spielen

Davon, wie genau das aussehen soll, hat Adeline klare Vorstellungen – und greift ins obere Regal des Weltfußballs. „Ich möchte in meinem Profil wie Thomas Müller sein“, stellt der HSV-Profi fest. „Ich will auf dem Platz Entschlossenheit ausstrahlen.“ Schmunzelnd fügt er hinzu: „Wenn ich treffe, bin ich sehr emotional und habe keine Kontrolle darüber. So, wie Thomas Müller.“

Der deutsche Weltmeister von 2014 imponiert Adeline, als Vorbilder aber nennt er zwei andere Weltstars: „Mein Lieblingsspieler ist Lionel Messi. Das ist so, seitdem ich Fußball spiele, und wir sehen auch bei dieser WM, dass er der Beste ist. Aber es gibt jetzt eine neue Generation nach ihm. Als Franzose imponiert mir Kylian Mbappé besonders. Vor allem, wie er sein Leben meistert, mit allem, was um ihn herum passiert.“

Müller, Messi, Mbappé. Eine Liga, von der auch Adeline träumt. „Natürlich ist es mein Traum, mal für Frankreich zu spielen“, sagt er. „Aber man muss Schritt für Schritt denken. Erst mal ist es meine Aufgabe, mich hier zu integrieren.“ Schon jetzt denkt er voller Vorfreude an seinen ersten Auftritt im Volkspark. Am 1. August kommt der FC Everton zum Testspiel vorbei. Dann geht für Adeline bereits ein Wunsch in Erfüllung: „Hier passen fast 60.000 Fans rein, das ist so ähnlich wie in Marseille. Wir Fußballer träumen davon, vor so einer Kulisse spielen zu dürfen …“

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