Auswirkungen auf die Mannschaft? So reagiert Polzin auf die Vorwürfe gegen Kuntz
Der HSV-Abgang von Stefan Kuntz zum Jahresstart überschattet im Volkspark weiterhin vieles. Nachdem sein vorzeitiges Aus zunächst mit privaten Gründen begründet worden war, steht inzwischen fest: Dahinter steckt deutlich mehr. Unter anderem geht es um den Vorwurf sexueller Belästigung. Im Hintergrund hat sich eine Schlammschlacht entwickelt. Wie wirkt sich das jetzt auf die Mannschaft – und auf die nächsten Ergebnisse auf dem Platz – aus?
Zu viel Unruhe hilft selten. Das hat der HSV in den vergangenen Jahren mehrfach erlebt. Die Gefahr ist da, dass sich der eine oder andere von den wesentlichen Aufgaben ablenken lässt – und am Ende Sport und Leistung darunter leiden. Entsprechend hätte der HSV diese Baustelle am liebsten vermieden. Verschweigen lässt sie sich nun aber nicht mehr.
Merlin Polzin zu Vorwürfen gegen Kuntz: „In der Mannschaft ein Thema“
„Wir haben natürlich darüber gesprochen. Es ist in der Mannschaft ein Thema“, sagt Merlin Polzin. Negative Auswirkungen auf sein Team erwartet er trotz der jüngsten Entwicklungen im Fall Kuntz jedoch nicht. Der HSV-Coach: „Mein Motto ist, dass wir uns auf die Dinge fokussieren, die wir beeinflussen können. Das ist die Arbeit auf dem Platz und im Videoraum. Das haben wir maximal professionell getan.“
Mit Blick auf das anstehende Heimspiel am Dienstag (20.30 Uhr) gegen Bayer Leverkusen ist Polzin überzeugt, dass seine Mannschaft eine bessere Leistung als zuletzt beim 1:2 in Freiburg zeigt. Daran soll auch die Unruhe um den Ex-Sportvorstand nichts ändern. „Die Mannschaft nehme ich als sehr wach wahr“, sagt Polzin.
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Gesprochen wird in der Kabine in den kommenden Tagen und Wochen sicher trotzdem weiter über Kuntz. Zu heiß ist das Thema. Spannend werden vor allem die nächsten Schritte im Hintergrund: Der HSV lässt den gesamten Vorgang bereits seit Längerem von einer Anwaltskanzlei prüfen, die zu dem Schluss gekommen ist, dass die Vorwürfe von Vereinsmitarbeiterinnen glaubhaft sind. Auch Kuntz hat Anwälte eingeschaltet. Noch nicht involviert ist bislang die Staatsanwaltschaft Hamburg. Dort sind nach MOPO-Informationen bislang keine Ermittlungen gegen den Ex-Vorstand aufgenommen worden.
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