Felix Magath läuft ins Volksparkstadion ein

HSV-Legende Felix Magath ist aktuell vor allem immer wieder als Fußball-Experte im Einsatz. Foto: WITTERS

„Die Qualität der Mannschaft ist …“: Magath mit klarem HSV-Urteil

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Für einen Sieg hat es zum Jahresabschluss nicht gereicht, dennoch verabschiedeten sich die HSV-Profis nach dem 1:1 gegen Eintracht Frankfurt mit einem guten Gefühl in die Winterpause. Mit 16 Punkten nach 15 Spieltagen sind die Hamburger im Kampf um den Klassenerhalt gut im Rennen. Für HSV-Legende Felix Magath gibt es dafür vor allem einen Grund – und das ist nicht die Qualität der Mannschaft.

Als Spieler, Trainer und Manager hat Magath die erfolgreichsten Zeiten beim HSV erlebt. Er holte mit den Hamburgern drei Meisterschaften, gewann den DFB-Pokal, triumphierte im Europapokal der Pokalsieger und erreichte spätestens mit seinem Siegtor im Europapokalfinale 1983 gegen Juventus Turin Legendenstatus. Das Geschehen im Volkspark verfolgt der 72-Jährige, der seit vielen Jahren in München lebt, bis heute genau – und oft auch mit einem kritischen Auge.

Magath sieht den HSV im unteren Tabellendrittel

Statt Titel oder Europapokalplätze ist für den HSV aktuell bereits die Teilnahme an der Bundesliga ein Erfolg. Daran wird sich laut Magath so schnell auch nichts ändern. „Die Qualität der Mannschaft ist im Grunde da, wo sie hingehört. Eher im unteren Tabellendrittel“, sagte Magath am Sonntag in der Sport1-Sendung „Doppelpass“ über das bisherige Abschneiden und Auftreten des aktuellen Tabellen-13.

Ein weiterer Zähler im Kampf um den Klassenerhalt: Nicolás Capaldo, Luka Vuskovic und Nicolai Remberg (v.l.) überzeugten auch gegen Frankfurt. WITTERS
Nicolás Capaldo, Luka Vuskovic und Nicolai Remberg halten vor den Fans ihre Fäuste nach oben
Ein weiterer Zähler im Kampf um den Klassenerhalt: Nicolás Capaldo, Luka Vuskovic und Nicolai Remberg (v.l.) überzeugten auch gegen Frankfurt.

Ändern wird sich die HSV-Situation in der Bundesliga nach Einschätzung Magaths nicht kurzfristig. Mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf betont der frühere Offensivspieler: „Sie müssen sich mit St. Pauli, Heidenheim und Mainz 05 messen. Bei Mainz wird es schwer, weil die jetzt auf einem guten Weg sind. Die haben einen Trainerwechsel hinter sich, und auf einmal läuft es da. Der HSV wird nach wie vor gegen den Abstieg spielen.“

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Ob es am Ende dann für einen Platz über dem Strich reichen wird, hängt für Magath weiterhin vor allem von der Unterstützung der eigenen Fans ab. „Der HSV lebt jetzt – und das war letzte Saison auch schon so – viel von seinen Fans, von der Atmosphäre und der Stimmung im Stadion“, so der 72-Jährige, der das allerdings durchaus auch als Grundlage für einen möglichen Weg nach oben sieht. Als Beispiel nennt er den letzten HSV-Gegner Eintracht Frankfurt. Magath: „Sie haben auch in den letzten Jahren vor allem von den Fans und der Stimmung gelebt, die dann die Mannschaft auf ein hohes Leistungsniveau geführt hat. So ist es beim HSV jetzt auch.“

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