HSV-Profi Warmed Omari (l.) rutscht im Zweikampf mit Stuttgarts Bilal El Khannouss aus.

Exemplarisch: HSV-Verteidiger Warmed Omari (l.) hat auch in dieser Szene gegen Stuttgarts Bilal El Khannouss das Nachsehen. Foto: imago/Michael Weber

Was ist mit Omari los? Abwehrmann wird zum größten HSV-Rätsel

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Mit hängenden Köpfen schlichen die Profis des HSV nach der 0:4-Abreibung in Stuttgart vom Feld. Doch zwischen all den enttäuschten Hamburgern machte Warmed Omari einen besonders geknickten Eindruck. Der Abwehrmann wusste, welch rabenschwarzen Tag er im Schwabenland erwischt hatte. Und wenngleich sich mit Ausnahme von Keeper Daniel Heuer Fernandes kein anderer HSV-Profi empfehlen konnte, war es doch zuvorderst Omaris Auftritt, der Fragen aufwarf.

Einen Abend wie diesen hatte der HSV schon lange nicht mehr erlebt. Für Omari aber verlief er besonders bitter. Schon im ersten Durchgang leistete sich der Nationalspieler der Komoren mehrere haarsträubende Fehler, zu allem Überfluss fälschte er dann später auch noch Bilal El Khannouss‘ Geschoss unhaltbar zum 0:4-Endstand ab. Kann passieren. Doch die Frage bleibt: Wann findet Omari wieder zu der Form, die ihn auszeichnete, bevor er sich Ende September bei Union Berlin (0:0) schwer verletzte und vier Monate lang ausfiel?

HSV-Trainer Polzin nimmt Omari in Schutz

„Warmed ist ein ganz wichtiger Bestandteil von uns“, ließ Merlin Polzin nach dem Stuttgart-Spiel wissen und nahm seinen Defensivmann in Schutz: „Er hat einen sehr hohen Anspruch an sich selbst. Es ist für ihn auch das erste Mal, dass er außerhalb seiner Heimat und in der Bundesliga spielt.“ Auf eine Personal-Diskussion wollte sich der Trainer ohnehin nicht einlassen: „Wir werden jetzt nicht kritisch auf den Einzelnen schauen, sondern versuchen, Warmed zu unterstützen. Er hat auch diesmal wieder wichtige Duelle für uns gewonnen und er wird das auch in den weiteren Wochen tun.“


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Ganz augenscheinlich aber ist der 25-Jährige weit von der Leistungsstärke entfernt, die ihn in den ersten Saison-Monaten auszeichnete. Nachdem er im Sommer auf Leihbasis von Stade Rennes zum HSV gewechselt war, avancierte er schnell zum Stammspieler und Stabilisator. Auch Hamburgs Bosse waren begeistert. Der Beleg: Bereits Anfang Februar, deutlich früher als nötig, zogen sie die Kaufoption in Höhe von etwa zwei Millionen Euro.

Omari zählte zuletzt fast immer zur HSV-Startelf

Nach seiner Verletzung aber ist Omari nicht mehr der Alte und leistete sich schon so manchen Wackel-Auftritt. Woran liegt es? Leidet er noch immer unter den Folgen seiner Verletzungspause? Mangelnde Spielpraxis kann eigentlich nicht der Grund sein. Seit zwei Monaten spielt Omari fast durchgehend und zählt in aller Regel zum Stammpersonal. In den letzten zehn Spielen stand er acht Mal in der Startelf. In Stuttgart aber wirkte er total verunsichert. Dabei gehört zur Wahrheit natürlich auch die Erkenntnis, dass es in Abwesenheit des verletzten Luka Vuskovic niemanden gab, an dem sich Omari hätte aufrichten können – weil der HSV kollektiv versagte.

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Möglich, dass Omari mittlerweile sogar eine Spielpause ganz guttun würde. Die Gelegenheit könnte sich bereits am kommenden Samstag ergeben, wenn der HSV zum Nordderby in Bremen antritt. Dann bietet sich Polzin die Option, den genesenen Nicolás Capaldo den rechten Part in der Dreier-Abwehrkette bekleiden zu lassen. Omari müsste dann weichen.

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