Fábio Baldé springt auf den Rücken von Albert Sambi Lokonga

Fábio Baldé feiert mit Albert Sambi Lokonga. Beim 1:1 gegen Frankfurt glänzte der Belgier erneut als Torschütze. Foto: imago/Susanne Hübner

„Wir wollen mehr!“ Hamburgs Top-Transfer macht klare Ansage für 2026

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Als der HSV im Sommer Albert Sambi Lokonga für nur 300.000 Euro vom FC Arsenal verpflichtete, stand hinter diesem Transfer zunächst ein dickes Fragezeichen. Für vier verschiedene Vereine hatte der Belgier in den vergangenen vier Spielzeiten gespielt. Durchsetzen konnte er sich nirgendwo, zu oft war der 26-Jährige verletzt. Auch besonders torgefährlich war er trotz seiner hohen technischen Qualitäten am Ball nicht. In Hamburg ist davon bislang nichts zu sehen. Sambi Lokonga gehört zu den großen HSV-Gewinnern der ersten Saisonhälfte.

„Die Entwicklung von ihm ist extrem besonders“, erklärte HSV-Coach Merlin Polzin nach dem 1:1 am Samstag gegen Eintracht Frankfurt. „Er ist ein sehr reflektierter Mensch und Fußballer. Als er im Sommer zu uns gekommen ist, hat er gesagt, dass er unbedingt torgefährlicher werden will. Das hat er seit Saisonbeginn sehr eindrucksvoll geschafft. Wir haben ihn stabil und gesund gehalten. Daumen hoch für seine Entwicklung.“

Sambi Lokonga wird immer mehr zum Torjäger

Sambi Lokonga kam an den vergangenen zwölf Spieltagen beim HSV zum Einsatz. Bei zehn Auftritten stand er dabei in der Startelf. Von Verletzungsproblemen, die in den drei Spielzeiten zuvor dafür gesorgt hatten, dass er insgesamt 37 Ligaspiele verletzt verpasste, war nichts zu sehen. Dafür überzeugt der Mittelfeldspieler immer mehr als Torjäger.

Gegen Frankfurt sorgte der Belgier bereits für sein viertes HSV-Tor. Nie zuvor hat er so viele Treffer in einer kompletten Spielzeit erzielt. Auffällig: Fast alles waren bislang entscheidende Tore. Beim 4:0 gegen Mainz traf er zum 1:0, beim 3:2 gegen Bremen zum 1:1, beim 1:2 in Leipzig zum zwischenzeitlichen Ausgleich – und nun gegen Frankfurt zum 1:0, das am Ende immerhin für einen Punkt reichte.

„Ich denke nicht, dass ich persönlich mein bestes Spiel gemacht habe. Aber mein Tor ist natürlich sehr wichtig für das Team. Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt und sind zufrieden mit dem Ergebnis“, sagte Sambi Lokonga nach dem Frankfurt-Spiel. Mit Blick auf sein persönliches Erfolgsrezept fügte er hinzu: „Ich brauche regelmäßige Spiele und einen gesunden Körper, der mir folgt. Dann kann ich gute Dinge machen. Ich fühle mich sehr gut. Die Mannschaft gibt mir viel Selbstbewusstsein, auch das ist für mich sehr wichtig.“

Sambi Lokonga will 2026 auch HSV-Tore vorbereiten

Wie geht es im neuen Jahr weiter? Dann will Sambi Lokonga nicht nur das Niveau halten, sondern noch mehr zeigen. Genug Luft nach oben sieht er dabei selbst. „Ich fühle mich ehrlicherweise erst bei 80 Prozent“, so der Belgier, der sich für die zweite Saisonhälfte einiges vorgenommen hat. „Wir wollen mehr gewinnen und müssen noch mehr Punkte auswärts holen, das wird einen großen Unterschied machen. Ich möchte an noch mehr Spielaktionen beteiligt sein und werde hoffentlich auch noch einige Vorlagen geben.“

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Bislang steht in dieser Kategorie bei Sambi Lokonga noch die Null. Macht er so weiter, dürfte es allerdings nur eine Frage der Zeit sein, bis sich das ändert – zumal ausgerechnet die Torvorlage vor seiner HSV-Zeit eigentlich als seine größere Stärke galt.

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