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4:0-Gala in Nürnberg: HSV setzt ein großes Ausrufezeichen

Sonny Kittel schießt, seine Kollegen machen Platz.

Sonny Kittel schießt, seine Kollegen machen Platz.

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imago images / ActionPictures

Für einen kurzen Moment schien Dieter Hecking ganz allein zu sein mit sich und der Fußball-Welt. Als der finale Pfiff im Max-Morlock-Stadion ertönte, stand der Trainer des HSV an der Seitenlinie, die Arme vor der Brust verschränkt, und blickte zufrieden ins Leere. Jetzt sind wir in der Spur, dürfte er sich gedacht haben, denn mit dem 4:0 (2:0) beim 1. FC Nürnberg nimmt die Mission Aufstieg so richtig Fahrt auf. Ein großes Ausrufezeichen! 

Im Vergleich zur Auftakt-Partie veränderte Hecking seine Startelf auf zwei Positionen. Kyriakos Papadopoulos und  Khaled Narey mussten sich mit einer Reservisten-Rolle begnügen, Gideon Jung und Sonny Kittel erhielten den Vorzug.

Trainer Dieter Hecking veränderte die Startelf leicht

Ansonsten vertraute Hecking auf das Team, das auch gegen die „Lilien“ begonnen hatte: Vor Torwart Daniel Heuer Fernandes bildeten Jan Gyamerah, Jung, Rick van Drongelen und Tim Leibold die Abwehrkette, im Mittelfeld sollten Jeremy Dudziak, Adrian Fein und Aaron Hunt den Takt vorgeben, Bakery Jatta und Kittel die Sturmspitze Lukas Hinterseer unterstützen.

So viel zur Theorie. In der Praxis waren die Franken vor 44.497 Zuschauern direkt darum bemüht, den Schwung aus dem Auftaktspiel in Dresden (1:0) mitzunehmen. Doch der HSV überstand die kurze Sturm- und Drangphase mühelos und setzte selbst den ersten Akzent in der Offensive. Nach Freistoß von Kittel konnte Hinterseer den Ball mit dem Kopf nicht gefährlich platzieren (5.).

Jeremy Dudziak erzielt in der 12. Minute das 1:0

Der nächste Angriff aber saß: Leibold, dessen Ballkontakte nach vier Jahren beim FCN von Pfiffen begleitet wurden, legte quer auf Dudziak. Der Ex-St. Paulianer zog aus 18 Metern ab und ließ dem früheren HSV-Torwart Christian Mathenia keine Chance – 0:1 (12.). Verdient!

Nürnberg, nicht zu vergessen ebenfalls ein heißer Anwärter auf den Aufstieg, wirkte geschockt. Und der HSV nutzte das aus, legte nach. Erneut war Leibold entscheidend beteiligt, diesmal wurde er gefoult. Den fälligen Freistoß verwandelte Kittel aus 22 Metern – 0:2 (30.). Absolut verdient!

Plötzlich wachte der Bundesliga-Absteiger auf, übernahm nun zunehmend das Kommando. Doch der HSV stand recht sicher in der Defensive, ließ lediglich ein Abseits-Tor durch Hanno Behrens zu (34.). Auf der Gegenseite hätte Gyamerah beinahe den dritten Hamburger Treffer erzielt, aber Mathenia riss rechtzeitig beide Fäuste hoch (45.) und wehrte ab. So ging es mit der Zwei-Tore-Führung in die Kabinen.

Joker Narey besiegelt den HSV-Sieg in der 72. Minute

Dort dürfte Hecking seine Spieler vor wütend attackierenden Nürnbergern gewarnt haben, die sich dann auch zeigten, ohne jedoch zwingend zu sein. So hatte der HSV wenig Mühe, setzte immer wieder Nadelstiche. Erst scheiterten Hinterseer und der eingewechselte  Narey kurz hintereinander an Mathenia (67.), dann schob Narey die Kugel am Tor vorbei (71.). 

Wenige Sekunden später machte der Joker dann den Deckel drauf – 0:3 (72.). Doch damit nicht genug, nach starker Vorarbeit von Fein zwang Gyamerah Nürnbergs Tim Handwerker zum Eigentor - 0:4 (81.) Mehr als verdient!

„Heute gibt es nichts auszusetzen“, sagte Coach Hecking. „Das darf aber kein einmaliges Ausrufezeichen sein.“

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