Worauf es für den HSV Hamburg in Hannover ankommt
Magdeburg, Nasice, Hannover. Das war die Reiseroute der TSV Hannover-Burgdorf in den vergangenen fünf (!) Tagen. Die Partie am Freitag ist das dritte Spiel binnen 120 Stunden für die „Recken“, die gerade gut 2200 Kilometer nach Kroatien und zurück hinter sich haben. Und der HSV Hamburg? Der kommt aus einem freien Wochenende, die Spieler sind ausgeruht – und haben sich einen ganz klaren Plan für Hannover zurechtgelegt.
Die Schwachstelle der Hamburger ist relativ schnell auszumachen: die Abwehr. Und die hohe Anzahl an Gegentoren. Fast 32 pro Spiel kassiert der HSVH in dieser Saison im Schnitt, stellt mit insgesamt 764 Gegentreffern die drittschwächste Defensive der Liga. Zuletzt gab’s sogar kräftige Packungen in Lemgo (32:39) oder gegen Flensburg (35:38).
HSV Hamburg will sich in der Abwehr klar verbessern
„Wir hatten in den letzten Spielen einige Probleme in der Abwehr“, weiß auch Nicolaj Jørgensen. Der derzeit beste Torschütze der Hamburger (138 Tore) fordert deshalb von sich und seinen Mitspielern eine klare Leistungssteigerung im Vergleich zu den vergangenen Wochen. „Eine bessere Defensivarbeit wird der Schlüssel sein, um in Hannover etwas mitnehmen zu können“, sagt Jørgensen. Die Devise des HSVH: Recken gegen die „Recken“.

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Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
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- Feuer-Drama: Welche Rolle eine Kloschüssel bei der Rettung einer Familie spielte
- Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
- 16 Seiten Sport: HSV-Juwel Baldé im Fokus & Sky-Kommentator über St. Paulis Abstiegskampf
- 28 Seiten Plan 7: Eine Ausstellung wie „ein Tauchgang“ & ein aufwühlendes Stück an den Kammerspielen
Was ihnen dabei klar in die Karten spielt, sind die Europa-Strapazen, die die TSV gerade hinter sich hat. Schließlich ist die Physis eigentlich eine der größten Stärken des Tabellenneunten, der jedoch erst zwei Tage vor der Partie aus Kroatien zurückgekehrt ist. Hannovers Offensive um den Ex-Hamburger Leif Tissier könnte irgendwann die Puste ausgehen, glaubt Jørgensen: „Wenn wir in der Lage sind, ihrem Angriff mit unserer Abwehr die Durchschlagskraft zu nehmen, haben wir eine Chance.“
Gegen einen Gegner, der in der European League trotz der Niederlage bei Nexe Nasice (23:26) souverän als Gruppensieger ins Viertelfinale eingezogen ist, werde das allerdings „gar nicht so einfach“. Gut möglich, dass Hamburgs Handballer über ihr normales Niveau hinausgehen müssen. „Wenn du keine hundert Prozent gibst, dann verlierst du. Und wenn du hundert Prozent gibst, kann es trotzdem sein, dass du nicht gewinnst“, fasst Jørgensen die Leistungsdichte in der Bundesliga zusammen.
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Das gilt übrigens für den gesamten Frühling. Nach Hannover stehen für den HSVH direkt die Duelle mit den Abstiegs-Konkurrenten Bergischer HC (26.3.) und Minden (5.4.) an. Das Recken beschränkt sich für die Hamburger also nicht nur auf den Freitag.
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