Handball Hamburg

„Unglaublich talentiert“: HSV Hamburg überrascht mit neuem Rückraum-Ass

Alem Hadzic und Torsten Jansen beim Handball-Trainingsauftakt in Hamburg.
Torsten Jansen mit seinem neuen HSVH-Spieler Alem Hadzic (l.)

Hamburgs Handballer präsentieren mit Alem Hadzic einen weiteren neuen Spieler. Was der 19-jährige Bosnier mitbringt – und wie die Pläne von Coach Torsten Jansen und Sportgeschäftsführer Jogi Bitter aussehen.

Noah Beyer (Linksaußen), Leon Nowottny (Tor) sowie die beiden Norweger Nicolai Daling (rechter Rückraum) und Martin Hovde (Kreis) waren dabei, als Torsten Jansen seine HSVH-Spieler am frühen Montagnachmittag erstmals in diesem Sommer zum Training bat. Doch da war noch ein neues Gesicht, das durch die Arena im Volkspark lief. Hamburgs Handballer überraschten vor der Einheit mit einem Transfer.

Der 19-jährige Alem Hadzic ist der nächste Zugang des HSVH. „Er ist unglaublich talentiert“, sagte Sportgeschäftsführer Jogi Bitter über den Bosnier, der schon am Ende der Vorsaison mal mittrainiert hatte und im zentralen Rückraum spielt. „Wir waren seit fast einem Jahr im Austausch“, verriet Bitter – jetzt wurde eine Lösung mit Hadzic’ bisherigem Klub RK Pelister aus Mazedonien gefunden.

Der Bosnier Alem Hadzic wechselt zum HSVH

Der Youngster erhielt einen langfristigen Vertrag und ist vorerst für das Drittliga-Team der Hamburger eingeplant. Hadzic soll aber „mittelfristig“ ans Bundesliga-Niveau herangeführt werden, wie Bitter erklärte: „Alem soll ganz viel spielen, sich weiterentwickeln und hat unglaublich Lust auf Hamburg. Das haben wir gespürt.“

Sechs HSV-Hamburg-Handballer stehen in der Halle nebeneinander, Torsten Jansen in der Mitte.
Coach Torsten Jansen begrüßte die Zugänge Alem Hadzic, Martin Hovde und Noah Beyer (v.l.) sowie Nicolai Daling (2.v.r.) und Leon Nowottny (r.) in der Arena am Volkspark.

Der Umbruch beim HSVH ist also um einen Spieler reicher. Jacob Lassen (Rhein-Neckar Löwen), Andreas Magaard (GOG Handbold), Mohamed El-Tayar (TVB Stuttgart), Casper Mortensen (HC Kopenhagen) und Niklas Weller (Karriereende, jetzt HSVH-Präsident) sind nicht mehr da – dafür gibt es fünf frische Gesichter neben Nachwuchstorhüter Norwin Pein, der im Frühjahr einen Profivertrag unterschrieb, sowie Kreisläufer Jan Schmidt, der ab Winter zunächst per Zweitspielrecht dabei war und nun fest zum Kader gehört. „Es ist wie in jedem Jahr ein Neustart“, sagte Jansen vor dem Trainingsauftakt.

Coach Torsten Jansen sieht den Umbruch positiv

Der Coach will das Spielsystem des HSVH nur bedingt anpassen, bittet angesichts der vielen personellen Veränderungen aber um Zeit. Gleichzeitig biete der erneute Umbruch „auch Chancen“, um sich als Gruppe weiterzuentwickeln. „Darauf freue ich mich am meisten.“

Nach Bundesliga-Rang zehn in der Vorsaison wollen Jansen und sein Chef noch keine Ziele für die Ende August beginnende neue Spielzeit verkünden. „Es wäre kontraproduktiv, über Platzierungen zu schwadronieren“, betonte der Cheftrainer. Bitter pflichtete Jansen bei: „Es gibt Stand heute definitiv keine Zielsetzung zu der Platzierung.“ Zumal noch nicht alle Kaderfragen endgültig beantwortet sind.

Fragezeichen hinter Axmann – Valiullin trainiert mit

Dominik Axmann soll nach seiner schweren Knieverletzung langsam wieder herangeführt werden. Solange nicht klar ist, inwieweit und wie zügig der 27-Jährige wieder für den Pflichtspielbetrieb zur Verfügung steht, trainiert der im Februar zurückgeholte Azat Valiullin weiterhin mit. „Wir werden ihn bis Ende August in Hamburg sehen und abwarten, wie es mit Dominik weitergeht“, erklärte Bitter. Vor dem ersten Spieltag solle eine Entscheidung gefällt werden.

„Das ist so mit Azat kommuniziert“, sagte Bitter und nannte unabhängig von der Tabelle ein anderes Saisonziel: „Was wir definitiv ein Stück weit mehr machen wollen, ist, unser Publikum in Hamburg zu begeistern – indem wir eine Truppe auf dem Feld haben, die alles gibt, wirklich bis zum Umfallen kämpft und das auch jedem zeigt. Mit dieser Energie wollen wir zu Hause spielen. Und dann wissen wir auch, dass wir jeden schlagen können.“ Die erste Partie in der Liga steigt allerdings auswärts – am 30. August beim Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten.

Bis dahin ist noch genug Zeit, um sich kennenzulernen und Abläufe einzustudieren. Nach dem ersten Testspiel des Sommers an diesem Freitag bei der TSG Wittenberg reist das Jansen-Team am Samstag ins achttägige Trainingslager nach Fuerteventura. Auch Alem Hadzic wird dabei sein.

Kommentare öffnen