Handball Hamburg

Überraschung! Neuer Posten für Jogi Bitter bei Hamburgs Handballern

Der bisherige HSVH-Sportchef Johannes Bitter (l.) bei der offiziellen Verabschiedung von Niklas Weller, der ab sofort Präsident ist.

Große Veränderungen in der Vereinsführung bei Hamburgs Handballern: ein neuer Mann an der Spitze des HSVH und auch ein neuer Posten für den bisherigen Sportchef. Doch das ist noch nicht alles. 

Auch in der Sommerpause ist bei Hamburgs Handballern einiges los. Hinter den Kulissen bewegt sich was, der Klub stellt sich neu auf. Während Ex-Kapitän Niklas Weller nach seinem emotionalen Karriereende mit dem 1. Juli offiziell sein Amt als neuer Präsident des HSVH antritt, hat der Verein verkündet, dass Sportchef und Vize-Präsident Johannes Bitter einen neuen Posten übernimmt. Und es gibt weitere personelle Veränderungen.

Die Spieler genießen den Sommerurlaub und haben noch drei Wochen Zeit, bis für den Tabellenzehnten der abgelaufenen Bundesligasaison am 14. Juli mit Leistungstests und der Startschuss in die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit fällt. Die erste ohne den langjährigen Anführer Weller, der den Präsidenten-Job vom scheidenden Kay Spanger übernommen hat.

Niklas Weller tritt Job als HSVH-Präsident an

„Mit Niklas Weller gewinnen wir einen Präsidenten, der den Verein wie kaum ein Zweiter verkörpert. Wir sind überzeugt, dass er den HSVH ungemein voranbringen wird“, betont Aufsichtsrats-Chef Wilken Möller, der zugleich die Verdienste von Spanger würdigte und dessen „großes Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit“ hervorhob.

Mit Niklas Weller gewinnen wir einen Präsidenten, der den Verein wie kaum ein Zweiter verkörpert.

Wilken Möller

In seiner neuen Funktion appelliert Weller gleich mal an die Stadt Hamburg, die Wirtschaft, und alle Handball-Begeisterten oder Aktiven. „Lasst uns gemeinsam etwas bewegen, denn Spitzenhandball in dieser Stadt ist kein Selbstläufer, sondern ein Versprechen für Hamburg, das wir nur zusammen einlösen können!“ Der HSVH muss unbedingt mehr Sponsoren und auch Publikum gewinnen, um nicht nur weiterhin sportlich stabil und erfolgreich zu sein, sondern in Zukunft auch wirtschaftlich.  

Wechsel an der Vereinsspitze, Bewegung auch auf anderer Ebene. Geschäftsführer Christian Hüneburg hat zum 30. Juni seinen Hut genommen. Bereits Ende Mai war die „einvernehmliche Trennung“ nach Saisonende bekannt gegeben worden. Ein Nachfolger ist noch nicht präsentiert worden.

Jetzt ist klar: es wird künftig eine Doppelspitze geben. Bitter wird in die Geschäftsführung rücken und dort offiziell den Bereich Sport verantworten, wie der Verein am Mittwoch mitteilte. Inhaltlich wird sich die Arbeit des 43-Jährigen nicht allzu sehr verändern, er ist jetzt allerdings formal auf Augenhöhe mit dem Geschäftsführer und ihm nicht mehr unterstellt. Die Keeper-Legende engagiert sich darüber hinaus schon seit Jahren in vielen Bereichen des HSVH, etwa in der Außendarstellung, um den Verein nach vorne zu bringen.

Bitter wird in die Geschäftsführung rücken

Ein neuer Geschäftsführer, der den am Standort Hamburg bekanntermaßen herausfordernden Bereich Wirtschaft, Finanzen und Sponsoring auf ein stabileres und höheres Level heben soll, werde „zeitnah“ präsentiert, so der Klub, der sich in „guten Gesprächen“ befindet. Nach MOPO-Informationen dürfte der neue Geschäftsführer noch vor dem Trainingsauftakt vorgestellt werden.

Einen erneuten Wechsel gibt es auch im in einer Millionenstadt wie Hamburg so wichtigen Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Pressesprecher Frank Bleydorn, der erst im März seinen Job angetreten hat, ist bereits wieder von Bord gegangen. Über die Nachfolge wird erst noch entschieden, was logischerweise nicht ohne den neuen kaufmännischen Geschäftsführer passieren dürfte. Es mag für Außenstehende von geringer Bedeutung sein, ist für den Verein aber eine sehr wichtige Personalie.  

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