Sportchef Bitter verrät: Diese fünf Ziele hat der HSV Hamburg für den heißen Herbst

Moritz Sauter bei einem Wurf für den HSV Hamburg
Mit Volldampf in den Herbst: Auf Moritz Sauter & Co. warten richtungsweisende Begegnungen.

Das, was Hamburgs Handballer in der neuen Saison zeigen, kann sich sehen lassen. Auf dem Parkett und in der Tabelle. 4:4 Punkte gegen starke Konkurrenz sind beachtlich, denn die neuformierte Mannschaft ist noch in der Findungsphase. Auch deshalb spricht Sportchef Johannes Bitter von einem „in vielen Bereichen überragenden Saisonstart, der so nicht zu erwarten war“. Doch es gibt auch Luft nach oben, nicht nur sportlich. Bitter benennt fünf Ziele für den heißen Herbst mit zehn Spielen bis Ende November.

Abwehr: In der vergangenen Saison ein Schwachpunkt. Mit 1070 Gegentoren hatte der HSVH nach 34 Spieltagen die zweitmeisten nach Absteiger Bietigheim (1077) auf dem Konto, durchschnittlich 31,47 kassierte Treffer pro Partie. Und jetzt? 30,75 im Schnitt. „Die statistischen Werte zeigen noch keinen großen Unterschied zur letzten Saison, aber es sieht für mich schon besser aus“, sagt Bitter. „Wir wollen die Effektivität in der Abwehr verbessern. Da haben wir im Vergleich zum Angriff, der schon gut funktioniert und sich natürlich auch noch besser einspielen muss, am meisten Potenzial. Das hilft dann auch den Torhütern.“

HSV Hamburg braucht noch mehr Selbstvertrauen

Selbstvertrauen: Fünf neue Spieler hat der HSVH im Sommer geholt, von denen nur einer Bundesliga-Erfahrung hatte. „Die Eingewöhnungsphase ist langsam vorbei und die Jungs haben gesehen, dass sie voll mithalten können, auch gegen Topteams“, sagt Bitter. „Das können und müssen wir als Mannschaft und jeder Einzelne noch mehr ausstrahlen, eine breite Brust und Selbstsicherheit zeigen, auch in Richtung Gegner.“

Abstand halten: „Unser erstes Ziel, in den ersten Wochen der Saison dem Tabellenkeller fernzubleiben, haben wir erreicht“, sagt Bitter. „Jetzt gilt es, weiter regelmäßig zu punkten, um uns im Mittelfeld zu halten.“ Zehn Spiele sind es bis Ende November. Zu Hause geht es an diesem Freitag gegen Lemgo, gegen Magdeburg (5.10.), Gummersbach (19.10.) und Erlangen (23.11.). Auswärts tritt der HSVH in Melsungen (26.9.), Wetzlar (12.10.), Berlin (26.10.), Flensburg (9.11), Göppingen (13.11.) und beim Bergischen HC (30.11.) an. Herausfordernd. „Vier bis sechs Punkte bis Ende Oktober wären gut“, nennt Bitter als Zwischenziel.

Jogi Bitter in der Trainingshalle des HSV Hamburg
Sportchef Johannes Bitter hofft, dass der HSVH nach starkem Start nachlegt.

Begeisterung: In der Vorsaison waren die Hamburger sehr heimstark (24:10 Punkte, Platz acht in der Heimtabelle). Der Fokus liegt erneut auf den Partien zu Hause. Zum einen, weil mit den Fans im Rücken mehr möglich ist, zum anderen, weil das Publikum begeistert werden soll. „Wir wollen erfolgreichen, aber auch attraktiven, leidenschaftlichen und mitreißenden Handball spielen“, fasst Bitter die A- und B-Note zusammen. „Die Leute sollen Freude haben, wiederkommen wollen und am besten noch jemanden mitbringen.“

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Zuschauerzahl: Dieses Ziel schließt nahtlos an das vorherige an. In den ersten beiden Heimspielen gegen Hannover und die Rhein-Neckar Löwen waren nur 2849 und 2668 Zuschauende in der Sporthalle Hamburg (3750 Plätze bei Handballspielen). Wenig. Zu wenig. „Das wollen wir steigern. Die Mannschaft hat es auch verdient, vor ganz vollen Rängen zu spielen“, sagt Bitter. Geschäftsführer Christian Hüneburg stellt klar: „Mit den Zahlen sind wir nicht zufrieden, aber es ist auch nicht dramatisch.“ Er verweist darauf, dass diese Spielzeit früher als üblich begonnen und der HSVH deutlich weniger Freikarten als früher verteilt hat. Dennoch sollte es in einer Stadt wie Hamburg möglich sein, die vergleichsweise kleine Halle vollzumachen, immer, egal wann. „Das muss das mittelfristige Ziel sein, auch wirtschaftlich, ganz klar“, so Hüneburg. Die Heimspiele gegen Magdeburg und Gummersbach steigen in der großen Barclays Arena. Der Verein hofft auf jeweils mindestens 5000 Zuschauende. Beide Partien sollen als Aktionstage extra beworben werden. Hüneburg setzt darauf, dass durch die Arena-Duelle das Interesse an den Spielen in der Sporthalle geweckt wird.

Das, was Hamburgs Handballer in der neuen Saison zeigen, kann sich sehen lassen. Auf dem Parkett und in der Tabelle. 4:4 Punkte gegen starke Konkurrenz sind beachtlich, denn die neuformierte Mannschaft ist noch in der Findungsphase. Auch deshalb spricht Sportchef Johannes Bitter von einem „in vielen Bereichen überragenden Saisonstart, der so nicht zu erwarten war“. Doch es gibt auch Luft nach oben, nicht nur sportlich. Bitter benennt fünf Ziele für den heißen Herbst mit zehn Spielen bis Ende November.