Nach Löwen-Coup: HSV Hamburg spielt um mehr als den Klassenerhalt
Glückwünsche zum überragenden Sieg bei den Rhein-Necker Löwen (34:28) nehmen Hamburgs Handballer gerne entgegen. Glückwünsche zum vorzeitigen Klassenerhalt noch immer nicht.
Sie bleiben ihrer Linie treu. Mit einem weiteren Sieg im Heimspiel gegen den Vorletzten Balingen wäre dem Aufsteiger der Verbleib in der stärksten Liga der Welt zwar noch theoretisch, aber praktisch nicht mehr zu nehmen. Doch es geht für den Verein noch um mehr.
Handball: HSV Hamburg nach Coup bei den Löwen vor Klassenerhalt
Glücklich und stolz zeigt sich HSVH-Trainer Torsten Jansen nach der bislang besten Leistung dieses Jahres und dem grandiosen Sieg bei den zuletzt formstarken favorisierten Löwen, mit dem die Hamburger den zweimaligen Meister in der Tabelle überflügelten und auf Platz zehn kletterten. „Ich freue mich für meine Mannschaft und den Verein, dass wir so ein wichtiges Spiel gewinnen konnten.“
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Klasse gezeigt, Charakter gezeigt. Vier Tage nach der Nicht-Leistung gegen Leipzig in eigener Halle gegen Leipzig (24:33) passte in Mannheim einfach alles – auch weil der Außenseiter mit dem „absoluten Willen“ zu Werke gegangen war, wie Jansen lobte. Es sei schön und wichtig, „dass die Mannschaft an solchen Aufgaben wächst.“
Nächste Aufgabe: Balingen. Nicht als Außenseiter, sondern als Favorit. HSVH-Präsident Marc Evermann spricht vor der Partie am Sonntag in der Sporthalle Hamburg (16.05 Uhr, Sky live) von einem „Vier-Punkte-Spiel“.
Mit einem Sieg und dann 24 Zählern würden die Hamburger den Vorsprung auf den HBW und die Abstiegsplätze auf 13 Zähler ausbauen – bei dann noch acht Spielen, in denen 16 Punkte zu vergeben sind.
Der Klassenhalt bleibt oberstes Saisonziel, bis er „auch rechnerisch in trockenen Tüchern“ ist, betont Evermann im Gespräch mit der MOPO. Er sei „absolut überzeugt“, dass die Mannschaft das schafft. Je früher desto besser.
Erfüllt habe der HSVH seine Mission damit aber noch nicht. „Es muss das Ziel sein und bleiben, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen“, sagt der Präsident. Insbesondere in den verbleibenden und gerade fest terminierten Heimspielen gegen die Tabellenkeller-Teams Balingen, Lübbecke (8. Mai) und Stuttgart (9. Juni) sowie den voraussichtlichen neuen Meister Magdeburg (22. Mai) „müssen wir alles reinlegen“, fordert Evermann.
Handball: HSV Hamburg spielt auch für die Zukunft
Drei Siege aus diesen vier Spielen sind realistisch, wenn die Mannschaft ihr Potenzial ausschöpft – und das ist auch ihr Anspruch. Für Evermann geht es in diesen Partien nicht nur um Punkte. „Jedes Heimspiel ist auch Werbung für den Verein und Marketing für die nächsten Jahre“, schaut der HSVH-Boss, der stets die Weiterentwicklung des Klubs im Blick hat, voraus. „Wir wollen unsere Fans begeistern, für die kommende Saison mehr Dauerkarten verkaufen und auch Sponsoren überzeugen. Wir spielen immer auch für die Zukunft.“
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Der Fokus von Mannschaft und Trainer beschränkt sich auf das nächste Spiel. „Wir wollen gegen Balingen vor unseren Fans die nächsten zwei Punkte holen“, sagt Bitter. „Darum dreht es sich ab jetzt.“ Denn in eigener Halle sind Siege nicht nur besonders wichtig, sondern auch am schönsten.