Moritz Sauter wird vom Lemgoer Bobby Schagen beim Wurf gestört.

Moritz Sauter wird vom Lemgoer Bobby Schagen beim Wurf gestört. Foto: IMAGO/DeFodi Images

Kaum Gegenwehr im Zentrum! Hamburger Handballer kassieren Schlappe in Lemgo

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Nichts zu holen an der Lippe: Die Handballer des HSV Hamburg verloren beim Champions-League-Anwärter TBV Lemgo mit 32:39 (15:18). Die Abwehrmitte wurde für die Gäste zur Achillesferse.

Für Keeper Robin Haug begann es richtig schmerzhaft. Nach drei Minuten landete ein Wurf des Ex-Hamburgers Nicolai Theilinger aus kurzer Distanz in seinem Gesicht. Während der Hamburger Torwart sich recht schnell berappelte, musste Theilinger erstmal zuschauen – konnte dies aber auch ganz beruhigt tun. Denn Haug wurde danach von seinen Vorderleuten zu oft in Stich gelassen, ein Fehlpass von Elias Kofler ermöglichte den Westfalen nach zehn Minuten mit dem 7:4 den ersten Drei-Tore-Vorsprung.

„18 Gegentore sind zu viel“

HSVH-Coach Toto Jansen reagierte mit der ersten Auszeit nach 14 Minuten und mahnte sein Team, das Abwehrzentrum zu schließen. Das gelang fortan besser, aber auch nicht immer gut. Zur Halbzeit (15:18) lagen die Hamburger noch in Schlagweite. „18 Gegentore sind viel zu viel“, monierte Kofler in der Pause beim Streamingdienst Dyn: „Lemgo spielt geduldige Angriffe, dagegen müssen wir uns in der Mitte noch mehr helfen.“

Lassen bringt den HSVH heran

Im Hinspiel musste sich der HSVH nach deutlicher Führung noch mit einem Unentschieden zufrieden geben. Diesmal war eine eigene Aufholjagd gefordert – und die Hamburger setzten dazu an. Als Jacob Lassen in der 37.. Minute auf 20:21 verkürzte, schien das Momentum auf Seiten der Gäste. Doch dagegen hatte Constantin Möstl etwas einzuwenden.

Lemgos Torwart zieht den Hamburgern den Zahn

Lemgos Keeper packte mehrere starke Paraden aus, unter anderem gegen den dänischen Olympiasieger und Weltmeister Casper Mortensen, der nach dem letzten Saisonspiel in drei Monaten in seine Heimat zurückkehren wird. Bis zum 26:28 konnte der HSVH das Spiel noch offen halten, doch in den letzten zehn Minuten zogen die Gastgeber davon. Als TBV-Schlussmann Möstl ganz stark gegen Niklas Weller parierte und Hendrik Wagner im Gegenzug zum 32:27 traf, war das Spiel praktisch entschieden.


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„Ich will keine Würfe mehr übers Zentrum haben“, schimpfte Jansen kurz darauf in seiner letzten Auszeit – doch am Ende wurde es nicht besser, sondern deutlich. Die guten Vorsätze in Sachen Defensive waren viel zu selten eingehalten worden. „Wir schaffen es nicht über 60 Minuten, die Mitte kompakt zu halten“, analysierte der künftige Präsident Weller: „Wir sind in der Abwehr nie in einen Flow gekommen, dass wir Lemgo mal zum Überlegen bringen.“

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Mit sieben Toren war Nicolaj Jörgensen in Lemgo vor Weller (6) der beste Hamburger Werfer. Mit 19:29 Punkten bleiben die Hamburger auf dem zehnten Tabellenplatz. Weiter geht es erst am 13. März, dann tritt der HSVH in Hannover an.

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