Handball-Star Nicolaj Jørgensen

Hamburgs Handball-Star Nicolaj Jørgensen überragte bei Hamburgs Sieg in Hannover. Foto: IMAGO/Jan Guenther

Jørgensen überragt! Hamburgs Handballer gewinnen Krimi in Hannover

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Starker Auftritt bei Tissiers Team: Der HSV Hamburg siegte in der Handball-Bundesliga mit 37:35 (18:18) bei Hannover-Burgdorf. Der überraschende Erfolg beendete eine schwarze Serie von sieben Auswärts-Niederlagen. Überragender Spieler war Nicolaj Jørgensen, der mit 14 Treffern eine persönliche Bestmarke aufstellte.

„In der Abwehr sind wir viel gelaufen und im Angriff waren wir geduldig“, fasste Jørgensen das Geschehen kurz und knapp zusammen. Sein verwandelter Siebenmeter zum 36:34 in der Schlussminute hatte das Match praktisch entschieden, das lange Zeit hart umkämpft war.

Weller fordert stabilen Vierer-Innenblock

Nach den jüngsten Handball-Bundesliga-Pleiten in Lemgo (32:39) und gegen Flensburg (35:38) hatten sich die Hamburger vorgenommen, in der Abwehr besser zu stehen. „Wichtig ist, dass wir stabil gemeinsam stehen, insbesondere der Vierer-Innenblock“, betonte Niklas Weller vor der Partie beim Streamingdienst Dyn.

Das gelang besser als zuletzt, auch wenn noch einige Wünsche offen blieben. Gegen die in der Tabelle drei Punkte besser platzierten Hannoveraner entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem sich keine Mannschaft einen größeren Vorsprung erarbeiten konnte.

Handball: Tissier feiert sein Comeback – für Hannover

In der 16. Minute ging Hamburg mit 9:8 erstmals in Führung, kurz darauf feierte der langjährige Hamburger Handball-Held Leif Tissier nach Verletzung sein Comeback. Im grünen Jersey Hannovers statt (wie irgendwie immer noch gewohnt) im Hamburger Rot „Ein bisschen tut es mir noch in der Seele weh, dass er nicht mehr in unserem Trikot spielt“, hatte HSVH-Kapitän Weller vorab eingeräumt.

Hamnburgs Jacob Lassen wirft unter Bedrängnis. IMAGO/Jan Guenther
Jacob Lassen wirft unter Bedrängnis.
Hamnburgs Jacob Lassen wirft unter Bedrängnis.

Tatsächlich war Wellers Team vor der Einwechslung Tissiers immer besser ins Spiel gekommen, baute den Vorsprung auch danach noch auf 13:11 (21.) aus – ging damit aber nicht in die Pause. Ausgerechnet Tissier war es, der mit seinem ersten Treffer den 18:18-Halbzeitstand markierte. „Die Jungs wiederzusehen, ist immer emotional, das war schon beim Hinspiel in Hamburg so“, sagte der gebürtige Hamburger.

Handball-Bundesliga: HSVH biegt auf die Siegerstraße ein

In der ersten Hälfte vergaben die Hamburger gleich zwei von drei Siebenmeter-Chancen – und kassierten mehrere Treffer nach eigenen Toren durch die „schnelle Mitte“ der Hannoveraner, weil der zwecks 7:6-Überzahlspiel ausgewechselte Keeper Robin Haug es nicht mehr rechtzeitig in den Kasten schaffte. „Wir schießen viele Tore damit, aber kriegen auch viele“, resümierte Elias Kofler zur Pause zum Spiel ohne Torwart – und gab als Devise aus: „Wir müssen noch schneller in den Wechsel kommen.“

Es blieb eng, aber der HSVH-Abwehr gelang es noch ein wenig besser als zuvor, Hannover zu Fehlern und Ungenauigkeiten zu verleiten. Als Hamburgs Alternativ-Keeper Mohamed El-Tayar stark gegen Justus Fischer parierte und Kaj Geenen den folgenden Angriff zum 27:24 abschloss, lag zum ersten Mal überhaupt ein Team mit drei Treffern vorn. Hamburg war auf die Siegerstraße eingebogen. Erst recht, als der überragende Jørgensen nach einer Balleroberung den Spielstand zehn Minuten vor Schluss auf 30:26 stellte.


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In einer hektischen Schlussphase kam Hannover noch auf ein Tor heran, doch die Nervenstärke Jörgensens von der Siebenmeter-Marke brachte den Hamburgern den Sieg und dem Matchwinner ein „ganz gutes Gefühl“ ein. „Wir werden von Spiel zu Spiel besser“, freute sich Jørgensen, hinter dem Moritz Sauter (6) und Jacob Lassen (5) die nächstbesten Hamburger Werfer waren.

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Mit 21:29 Punkten orientieren sich die Hamburger nun ganz klar Richtung Mittelfeld. Als Nächstes geht es für den HSVH gegen die abstiegsbedrohten Teams des Bergischen HC (26. März) und Minden (5. April). 

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