Anton Härtel und Toma Gadza bejubeln einen Sieg des HSV Hamburg in der Bundesliga

Zwei 18-Jährige im Glück: Anton Härtel (l.) und Toma Gadza kamen beim Sieg des HSVH in Erlangen zum Einsatz. Foto: imago/Zink

„Geiles Spiel!“ HSV Hamburg siegt deutlich in Erlangen und feiert seine Teenager

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Einen solchen Auftritt hätten sie beim HSV Hamburg vielleicht selbst nicht erwartet. Dank einer starken Leistung von der ersten bis zur letzten Minute feierte das Team von Trainer Torsten Jansen beim HC Erlangen einen ungefährdeten und deutlichen 31:23 (16:10)-Sieg. Auch wenn die Partie tabellarisch unbedeutend war für die beiden Teams im gesicherten Mittelfeld der Handball-Bundesliga, zog der HSVH doch viele positive Schlüsse – und beschenkte gleich vier Youngster aus dem eigenen Nachwuchs.

„Endlich“, jubelte Kapitän Niklas Weller nach der Partie bei Dyn. „Endlich hat es mal geklappt, 60 Minuten ein geiles Spiel auf die Platte zu bringen.“ Zuletzt war der HSVH oft nur eine Halbzeit lang stark aufgetreten – in Erlangen aber zeigten die Hamburger, dass sie das auch über die volle Distanz können. „Wir haben in keiner Phase daran zweifeln lassen, dass wir heute die zwei Punkte holen und dass das unser Sieg sein wird“, bekräftigte Weller.

Robin Haug glänzt für den HSV Hamburg mit 15 Paraden

Ausschlaggebend dafür war eine extrem starke Abwehrleistung des HSV Hamburg. Allen voran: Torhüter Robin Haug, der mit 15 Paraden (39 Prozent) die Werfer der Gastgeber reihenweise zur Verzweiflung gebracht hatte. „So ein Spiel auch mal mit wenigen Gegentoren zu gewinnen, macht uns auch mal Spaß“, freute sich Weller. „Wir haben es geschafft, sehr kompakt zu stehen – und wenn wir mal Probleme hatten, ist Robin gut ins Spiel gekommen.“

Sicherer Rückhalt: An HSVH-Torhüter Robin Haug war für Erlangen (hier Yannik Bialowas) kaum ein Vorbeikommen. imago/Zink
Yannik Bialowas von Erlangen wirft gegen Robin Haug vom HSVH
Sicherer Rückhalt: An HSVH-Torhüter Robin Haug war für Erlangen (hier Yannik Bialowas) kaum ein Vorbeikommen.

Probleme gab es an diesem Abend aber nicht viele auf Hamburger Seite. Schon nach zehn Minuten lagen die Gäste mit vier Toren vorn (8:4/11.), zur Pause bauten sie den Vorsprung dann gar auf sechs Tore aus. Freude auf der einen – und Frust auf der anderen Seite. „Was wir da abliefern, ist eine ziemliche Frechheit“, schimpfte Erlangens Rückraumspieler Marek Nissen schon in der Halbzeit und betonte, man wolle den eigenen Fans in der heimischen Halle eigentlich mehr bieten.

Gazda, Härtel, El-Shobaky und Botta bekommen Spielzeit

Doch auch nach dem Seitenwechsel kam dieses Mehr nicht von den Gastgebern. Stattdessen kontrollierte der HSVH die Partie ganz in Ruhe und konnte jetzt auch zahlreichen Youngstern etwas Bundesliga-Spielzeit geben. So liefen mit Toma Gadza (17), Anton Härtel (18), Mahmoud El-Shobaky (18) und Maximilian Botta (19) gleich vier Spieler aus dem eigenen Nachwuchs auf. Gazda erzielte erneut einen Treffer, seinen fünften in der HBL. „Es ist schön zu sehen, dass wir die Möglichkeit haben, junge Spieler einzuwechseln“, sagte Weller über das Quartett.

Nach dem Bundesliga-Sieg in Erlangen ließen sich Hamburgs Handballer vor den Fans feiern. imago/Zink
HSV Hamburg bejubelt einen Sieg beim HC Erlangen in der Bundesliga
Nach dem Bundesliga-Sieg in Erlangen ließen sich Hamburgs Handballer vor den Fans feiern.

Denn genau darum geht es ihm und seiner Mannschaft: keine Punkte herzuschenken. „Wir wollen auch für uns selbst alles geben“, unterstrich der Kreisläufer, der ab Sommer das Präsidentenamt beim HSVH übernehmen wird. „Das ist ist eine wichtige Phase für uns als Mannschaft, in der sie zeigt, welcher Charakter in ihr steckt. Für uns geht es um unsere Leistung, wir wollen als Gemeinschaft wachsen. Und heute ist unser Plan gut aufgegangen. Das war einfach eine runde Sache heute.“

Tore HSVH: Andersen (7/1), Sauter (7), Jørgensen (5/1), Geenen (4), Magaard (3), Lassen (2), Gazda (1), Kofler (1), Weller (1)

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