Frisch verliebt und mit großem Ziel: HSV-Ass Magaard träumt von Europa

Andreas Magaard ballt nach einem Tor die Faust
HSV-Profi Andreas Magaard gab gegen Erlangen sein Comeback, warf ein Tor.

Strapazen, Schmerzen und ein paar blaue Flecken am nächsten Morgen können etwas Wunderbares sein. Man frage Andreas Magaard. Der Kreisläufer der Hamburger Handballer ist nach zweimonatiger Pause zurück auf dem Bundesliga-Parkett, genießt die Intensität und den Kampf und hofft, dass sein Verletzungs-Fluch endlich endet. Auch privat schwebt der Däne im Glück.

Endlich wieder mittendrin statt nur dabei. „Ich bin wahnsinnig froh, dass ich wieder spielen kann“, sagt Magaard, der beim dramatischen 28:27-Heimsieg des HSVH über Erlangen ein rund 20-minütiges Comeback gegeben hatte, im Gespräch mit der MOPO. „Natürlich muss ich mich wieder an die volle Belastung gewöhnen, aber das wird schnell gehen.“

HSVH-Trainer Jansen: „Magaard ist unheimlich wichtig“

Ein Gewinn für die Mannschaft, die vor allem seine Defensiv-Qualitäten vermisst hat. „Andreas ist unheimlich wichtig für uns, insbesondere in der Abwehr“, betont Trainer Torsten Jansen gegenüber der MOPO. „Wir können die Belastungen am Kreis jetzt auch wieder verteilen.“

Magaard ist froh, dass er seinen komplizierten Fingerbruch in der linken Hand, der operiert werden musste, überstanden hat. „Es klingt verrückt, aber war irgendwie schlimmer als mein Kreuzbandriss. Wenn man nur eine Hand hat, ist man sehr eingeschränkt. Das ist dauernd präsent.“ Kurios: Teilweise musste sein WG-Partner Frederik Bo Andersen, Rechtsaußen beim HSVH, beim Essen helfen, wenn etwas zu schneiden gewesen war. „Das war manchmal echt lustig.“

Andreas Magaard litt immer wieder unter Verletzungen

Abgehakt. Hoffentlich. Der 26-Jährige ist der Pechvogel des HSVH. Seit seiner Verpflichtung 2022 setzen ihn immer wieder Verletzungen außer Gefecht. „Das ist echt scheiße“, sagt er deutlich. „Immer wieder von vorne anzufangen, ist hammer-nervig. Ich hoffe, dass ich jetzt erst einmal keine Verletzung mehr erleide.“ Jansen ebenso: „Das wäre ihm zu wünschen – und uns auch.“

Magaards persönliches Saisonziel lautet deshalb: „Ich möchte jedes Spiel machen.“ Was aus dem Munde anderer ein unspektakuläres Vorhaben wäre, ist für Magaard eine bedeutende Sache. Bis Juni 2025 ohne erneuten Ausfall – das wäre eine Besonderheit für ihn. Am Donnerstag stand Magaard erneut auf dem Parkett und steuerte sieben Tore dazu bei, dass sein HSVH wiederum mit 28:27 bei TVB Stuttgart gewann.

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Das Kraftpaket will sich selbst, aber auch mit der Mannschaft weiterentwickeln. „Jede Saison besser werden“, sagt Magaard, denn: „Mein Vertrag läuft bis 2027 und mein kleiner Traum ist es, irgendwann mit Hamburg europäisch zu spielen.“

Nationalmannschaft „klares Ziel“ von HSVH-Profi Magaard

Auch die Nationalmannschaft bleibt ein „klares Ziel“, stellt er klar. Seine Verletzungen haben ihn auf dem Weg immer wieder zurückgeworfen. Für die WM 2025, die zum Teil in Dänemark gespielt wird, ist der Zug abgefahren.

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Das Wichtigste ist erst einmal: Magaard ist zurück – und auch privat im Glück. Die Kreis-Kante hat eine neue Freundin, ist frisch verliebt. „Das ist sehr schön“, sagt er. Derzeit ist es eine Fernbeziehung. Sie heißt Hanne und lebt in Aarhus. „Wir haben uns in der Sommerpause in Dänemark kennengelernt. Sie hat mir auch während meiner Verletzung sehr geholfen.“ Jetzt ist er wieder voll da – und rundum happy.