Der bislang letzte Erfolg in der Barclays Arena: Der HSV Hamburg bejubelt den Sieg gegen Melsungen Ende Februar.

Der bislang letzte Erfolg in der Barclays Arena: Der HSV Hamburg bejubelt den Sieg gegen Melsungen Ende Februar. Foto: IMAGO / KBS-Picture

„Belohnung für die Arbeit“: HSVH vor nächstem Arena-Highlight gegen THW Kiel

Befreit ins nächste Highlight: Nachdem sich der HSV Hamburg durch den 30:29-Erfolg gegen Minden am Sonntag wohl auch der letzten Abstiegswahrscheinlichkeit entledigen konnte, wartet am Sonntag (15 Uhr) ein echtes Highlight auf die Handballer: Mit dem THW Kiel gastiert eines der Spitzenteams der Liga in der Barclays Arena. Zum dritten Mal in dieser Saison werden über 10.000 Zuschauende bei einem Heimspiel dabei sein. Bei Mannschaft und Trainer ist die Vorfreude riesig.

Zwölf Punkte nach oben, zwölf Punkte nach unten: Sportlich hält sich die Relevanz des Kiel-Gastspiels für die Hamburger in Grenzen, weder Richtung Spitze noch Richtung Keller geht noch etwas für die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen. Die Gefahr, deshalb einen Gang rauszunehmen, besteht jedoch nicht, wie Jansen versichert: „Da brennen alle drauf, da müssen wir gar keine große Rede vorher halten. Das Feuer wird sich von selber anzünden.“

HSV Hamburg vor Highlight-Spiel gegen THW Kiel

Spätestens bei einem Blick auf die Ränge dürften die Akteure bis in die Haarspitzen motiviert sein: Gerechnet wird Stand jetzt mit 11.500 Zuschauenden, womöglich wird die Arena gar ausverkauft sein. „In so einem Spiel müssen wir die Halle mitnehmen“, erklärte Rückraum-Spieler Moritz Sauter. „Die Zuschauer sollen uns unterstützen, so gut es geht. Wir müssen natürlich brennen und alles geben. Wenn alles zusammenpasst, kann es funktionieren. Dafür geben wir 60 Minuten alles.“ 

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Die Extra-Prozente durch die Stimmung in der Halle könnten am Ende entscheidend sein, kommt mit dem THW doch eine der absoluten Top-Mannschaften der Liga an die Elbe. Dass die Kieler derzeit nur auf Rang fünf der Tabelle stehen und zuletzt zwei enttäuschende Ergebnisse einfuhren, dürfe den HSVH dabei nicht blenden. Das Unentschieden gegen Eisenach (30:30) am Samstag? Die Niederlage gegen Melsungen (29:30) in der Woche zuvor? „Das heißt alles nichts“, meint Jansen. „Es geht wieder bei Null los.“ Die Erfahrung habe gezeigt, wie der THW auf solche Schwächephasen reagieren könne. „Daran hat sich nichts geändert.“

Kapitän Niklas Weller: HSVH darf nicht verkopfen

Dennoch machen den Hamburgern neben dem Heimvorteil auch die jüngsten sportlichen Erlebnisse gegen Kiel Mut. Im Hinspiel etwa unterlag man dem kommenden Gegner auswärts denkbar knapp mit 25:27. „Wir waren die letzten Male sehr nah dran“, betonte auch Kapitän Niklas Weller, für den es das letzte Aufeinandertreffen mit dem THW sein wird. Der 32-Jährige beendet nach der Saison seine Karriere, wechselt anschließend ins Präsidenten-Amt des Vereins. Diese persönliche Note sei mit Blick auf Sonntag jedoch „nicht so präsent“, versicherte Weller. 

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Stattdessen wolle er das Erlebnis gemeinsam mit seinen Kollegen „mit allem was wir haben genießen“, erklärte der Führungsspieler: „So eine große Kulisse ist auch immer wieder eine kleine Belohnung für die Arbeit, die man reinsteckt.“ Die Masse auf den Tribünen solle ein Antrieb sein, kein Hemmschuh: „Natürlich ist das für uns was Schönes, dass wir so viele Leute in die Halle locken können. Aber wir dürfen es uns auf keinen Fall zu sehr einreden oder verkopfen, dass wir es als Druck verstehen. Es ist eine Unterstützung, die wir mitnehmen sollten“, erklärte Weller. „Es ist ein schönes Zeichen, dass wir in Hamburg und Umgebung so viele Menschen in die Halle locken können. Wir dürfen mit unserer Leistung zurückzahlen, dass alle diesen Weg auf sich genommen haben.“ 

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