Max Kruse im Wolfsburg-Trikot

Max Kruse bestritt in seiner Karriere fast 500 Profispiele (hier für den VfL Wolfsburg). Foto: IMAGO/Eibner

„Würde mich reizen“: Ex-DFB-Star Max Kruse will nach Hamburg wechseln

kommentar icon
arrow down

Seite an Seite stürmten Martin Harnik (38) und Max Kruse (37) einst in die Bundesliga und erfüllten sich ihren Traum von der großen Karriere. Beide wurden Nationalspieler, zusammengerechnet kommen die Freunde auf beeindruckende 920 Profispiele. Für das kommende Jahr deutet sich nun eine kleine Sensation an: Gibt’s das Comeback des Traum-Gespanns in der Oberliga Hamburg?

Harnik zählt in Hamburgs höchster Spielklasse bereits zum Inventar. Im Sommer 2020 beendete er seine Profikarriere und stürmt seit fünf Jahren für die TuS Dassendorf. Mit Erfolg: In 107 Spielen netzte Harnik 133-mal. In der Saison 2022/23 stellte er mit 46 Buden sogar einen Allzeit-Rekord für Hamburgs Oberliga auf.

Ex-St. Pauli-Profi Kruse spielt in der Berliner Bezirksliga

Auch Kruse, der Anfang 2024 aufhörte, ist noch aktiv. Deutschlands Ex-Nationalspieler (14 Einsätze unter Jogi Löw) lebt in Berlin, spielt dort für die zweite Mannschaft des BSV Al-Dersimspor in der Bezirksliga. Zudem ist er als TV-Experte für RTL in der Europa League und in der 2. Liga aktiv. So weit, so gut. Nun aber plant Kruse sein Hamburg-Comeback.


MOPO

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:

  • Ausnahme-Winter: Alles rund um die Hamburger „Eiszeit“ – Plus: Die besten Rodelpisten
  • Vermisst: Wenn Kinder wie Aaliyah Jolie F. (13) immer wieder abhauen
  • Köhlbrand: So soll die neue Brücke aussehen
  • Gastro-Mehrwertsteuer sinkt: Wird Essengehen jetzt günstiger?
  • Große Rätselbeilage: Knobelspaß für jeden Tag
  • 16 Seiten Sport: Das kann die neue HSV-Hoffnung Downs & St. Pauli-Leader Hauke Wahl mit Klartext
  • 20 Seiten Plan 7: Was bald in den Museen gezeigt wird, „Die Carmen von St. Pauli“ ist zurück & Abend der Rockgiganten

In ihrem gemeinsamen Podcast „Flatterball“ plaudern Harnik und Kruse in schöner Regelmäßigkeit über ein mögliches gemeinsames Intermezzo bei „Dasse“. Häufig auf Flachsbasis. Jetzt nimmt die Nummer tatsächlich Fahrt auf.

Kruse: „Ich spiele jetzt Fußball, weil ich Bock darauf habe“

Kruse legte offen, dass ihm eine Anfrage eines Berliner Oberligisten vorliege, stellte aber fest: „Ich spiele ja jetzt Fußball, weil ich Bock darauf habe, und nicht, weil ich noch Ambitionen nach oben habe. Wenn ich da keinen kenne, mit dem ich auch privat etwas mache, dann lohnt es sich für mich einfach nicht.“ Aber: „Bei Dassendorf ist es zum einen der Aspekt, dass ich Leute kenne, und zweitens der Aspekt, dass ich in Hamburg geboren bin. Und natürlich würde ich gern noch mal gegen solche Vereine wie HT16 oder Vorwärts-Wacker spielen. Allein deswegen würde es mich noch mal reizen, weil ich gegen diese Vereine mein Leben lang nicht mehr gespielt habe, außer in der Kindheit.“

Und Harnik? Der war zunächst skeptisch, öffnete seinem Kumpel dann aber die Tür – unter einer Bedingung: „Wenn du das ernst meinst und sagst, dass du bereit wärest, wirklich regelmäßig nach Dassendorf zu kommen.“ Kruse studierte derweil schon den Spielplan der TuS, die auf Rang drei überwintert, und stellte fest: „ETV, direkt ein Topspiel! Da geht es gleich ans Eingemachte. Freitagabend, 19.45 Uhr, Flutlichtspiel. Was Besseres gibt es zum Start eigentlich nicht.“

Gemeinsame Podcaster: Martin Harnik (l.) und Max Kruse (r./hier mit Aaron Hunt als Gast). XPERION
Martin Harnik, Aaron Hunt und Max Kruse sitzen bei ihrer Podcast-Aufnahme nebeneinander auf Sesseln
Gemeinsame Podcaster: Martin Harnik (l.) und Max Kruse (r./hier mit Aaron Hunt als Gast).

Wie ernst meint es Kruse aber wirklich? Nach MOPO-Informationen soll der Mittelfeldmann (spielte unter anderem für Werder, St. Pauli, Freiburg, Gladbach, Wolfsburg, Fenerbahce Istanbul und Union Berlin) in der Tat großes Interesse an seinem Hamburg-Comeback zeigen – auch außerhalb der launigen Podcast-Plaudereien. Kruse, so ist zu hören, meint es ernst.

Der HFV und Dassendorfs Trainer müssen entscheiden

Kommt es tatsächlich zum gemeinsamen Comeback der Deichkicker, die einst aus der A-Jugend des SC Vier- und Marschlande in die Bundesliga durchstarteten? Knackpunkt dürfte die Erteilung eines Zweitspielrechts sein. Grundsätzlich scheint diese Möglichkeit zu bestehen – dafür müsste Kruse den höher spielenden Verein (in diesem Fall Dassendorf) als seinen Erstklub benennen. Aller Voraussicht nach dürfte er dann auch in der Berliner Bezirksliga weiterkicken.

Das könnte Sie auch interessieren: Kuntz-Vertrag, Abgänge, Stürmer – die wichtigsten HSV-Fragen des Winters

Derzeit wird im Hintergrund geprüft, ob die Statuten im Fall Kruse wirklich ein Doppel-Engagement zulassen würden. Außerdem stellt Harnik klar: „Ich habe nicht das letzte Wort, ich bin nicht mehr Dassendorfs Trainer.“ Aber vielleicht bald wieder Kruses Teamkollege. Die Gegner und Fans der Oberliga würden sich ganz sicher über die neue Attraktion freuen.

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test