„Würde mein Leben bereichern“: Bayern-Star plaudert über Abschied – Boss reagiert
Nationalspieler Leon Goretzka hat sich offen für einen Abschied vom FC Bayern gezeigt. „Das ist eine Option, natürlich“, sagte der 30-Jährige der „Zeit“ und betonte: „Ich finde es spannend, in meiner Karriere noch ins Ausland zu gehen.“
Schon zweimal in seiner Karriere habe er sich mit diesem Fall beschäftigt, berichtete Goretzka, der sich aber jeweils bewusst dagegen entschieden habe. Aber er wisse: „In München bin ich in einer Komfortzone. Ein Schritt raus wäre auch ein Schritt für meine Persönlichkeitsentwicklung. Etwas Neues kennenzulernen, das würde auch mein Leben bereichern.“
Bayern-Profi Goretzka: „Will meine Mitspieler mitreißen“
Der Mittelfeldspieler galt und gilt als Verkaufskandidat. Sein Vertrag läuft im Sommer aus. Im Bemühen, sein Gehalt zu sparen und noch eine Ablöse zu erzielen, könnten sich die Bayern für einen Verkauf im Winter entscheiden. Als stark interessiert gelten Atlético Madrid und die AC Mailand mit Nationalspieler Niclas Füllkrug.

„Ich habe gelesen, dass ich mich bei Hansi Flick in Barcelona gemeldet haben soll. Das kann ich hier und heute dementieren“, erzählte Goretzka und betonte: „Nein, so etwas ist nicht nötig. Das soll nicht arrogant klingen.“
Bezüglich seines möglichen Zieles hat er sehr konkrete Vorstellungen. „Ich möchte bei einem Verein mit Ambitionen spielen, der einen Plan hat, in dem meine Qualitäten gefragt sind. Vor allem will ich meine Mitspieler mitreißen und eine Mannschaft auf ein anderes Niveau heben. Im Fußball geht es ums Gewinnen, dieses Ziel habe ich die letzten acht Jahre täglich intravenös verabreicht bekommen.“
„Wäre enttäuscht, wenn es so laufen würde wie bei Müller“
Auf eine Liga festgelegt hat er sich offenbar noch nicht, auch wenn viele Leute meinten, dass er „sehr gut nach England passen würde. Aber ich habe Zeit. Ich werde mir alles anhören und gut abwägen. Ich freue mich auf die Gespräche, die stattfinden werden“. Auch mit den Bayern.
Wichtig sei ihm, sagte Goretzka, dass der Rekordmeister „ehrlich“ und „vertraulich“ mit ihm rede. „Ich wäre enttäuscht, wenn es bei mir so laufen würde wie bei Thomas Müller.“ Mit der Klub-Ikone schienen die Münchner in der vergangenen Saison schon über eine Verlängerung einig zu sein, ehe sie sich doch dazu entschieden, Müller abzugeben. Er spielt jetzt für die Vancouver Whitecaps in Kanada.
Bayern-Boss Max Eberl: „Er muss sich Gedanken machen“
Nach dem Sieg in der Champions League gegen PSV Eindhoven am Mittwochabend (2:1) reagierten die Bayern-Bosse auf das Interview. Danach gefragt, ob Goretzka nach der Wintertransferphase noch in München sei, antwortete Max Eberl: „Bisher ja.“
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Die Worte, die der Nationalspieler gewählt habe, seien „legitim“, meinte der Sportvorstand und führte aus: „Sein Vertrag läuft im Sommer aus, es gibt noch keine Entscheidung, dementsprechend muss er sich ja auch von seiner Seite Gedanken machen, wie es für ihn weitergeht. Also alles fein.“ (sid/hmg)
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