Rudi Völler schaut skeptisch

DFB-Direktor Rudi Völler Foto: IMAGO / Nico Herbertz

WM-Boykott wegen Donald Trump? Rudi Völler äußert sich scharf

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Boykott-Debatte wegen Donald Trumps Politik? DFB-Sportdirektor Rudi Völler winkt ab – und warnt vor allem davor, dass am Ende nur die Spieler zahlen.

Rudi Völler hält nichts von der Debatte um einen möglichen Boykott der Fußball-WM in den USA. Bei der dpa-Chefredaktionskonferenz in Berlin nannte der Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bunds die Diskussion „sinnlos“.

Rudi Völler: „Ich war schon immer gegen einen Boykott“

„Es ist sinnlos, das zu diskutieren. Es bringt nichts und du schadest nur den Athleten“, sagte Völler. Der 65-Jährige verwies dabei auf eigene Erfahrungen als junger Profi.


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Völler erinnerte an die Olympischen Spiele 1980 in Moskau und 1984 in Los Angeles, die aus politischen Gründen von mehreren Staaten boykottiert wurden. „Ich war schon immer gegen einen Boykott, weil es halt nichts bringt“, stellte der Weltmeister von 1990 klar.

St. Pauli-Präsident Oke Göttlich stieß Boykott-Debatte an

Zuletzt hatten sich wieder Stimmen gemeldet, die zumindest eine Debatte über einen WM-Boykott anstoßen wollten. Angestoßen hatte die Diskussion St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich in einem MOPO-Interview.

„Man kann ja ein Thema nicht totschweigen. Der Fußball funktioniert nicht im Reagenzglas der gesellschaftlichen Themen“, bekräftigte Göttlich später.

Rudi Völler betont: „Es gibt keine Maulkörbe“

Hintergrund der Diskussion ist unter anderem der Konflikt zwischen den USA und den europäischen Nato-Staaten wegen der Besitzansprüche von US-Präsident Donald Trump auf Grönland. Außerdem sorgte das teils brutale Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE gegen Migranten in den Vereinigten Staaten für Debatten – dabei wurden auch zwei Menschen getötet.

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Völler will nicht, dass solche politischen Themen die WM-Reise der Nationalmannschaft erneut überschatten. „Wir sind vor Ort, um Fußball spielen“, sagte der DFB-Sportdirektor.

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Diskussionen wie während der WM in Katar um die Regenbogen-Kapitänsbinde sollen sich nach seinem Willen nicht wiederholen. „Es gibt keine Maulkörbe, jeder kann seine Meinung sagen und kann auch Dinge kritisch sehen, aber nicht am Tag vor dem Spiel“, sagte Völler. (dpa/mp)

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