Tim Walter bei der Kieler Pressekonferenz

Kiel-Trainer Tim Walter zeigte sich auf der jüngsten Pressekonferenz übellaunig. Foto: IMAGO/Ole Jacobsen

Wirbel um Trotz-Auftritt: Ex-HSV-Trainer Walter im Mittelpunkt

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Wenn Holstein Kiel am Freitagabend (18.30 Uhr) bei Fortuna Düsseldorf gastiert, wird Trainer Tim Walter besonders im Fokus stehen. Dafür hat der ehemalige Übungsleiter des HSV mal wieder selbst gesorgt. Auf der Pressekonferenz am Mittwoch schaltete der Fußballlehrer in den Trotz- und Motzmodus und zog somit die Aufmerksamkeit auf sich. Ein bewusster Schachzug des schon in Hamburg für solche Auftritte bekannten Walter.

Walter hatte die Kieler Ende Februar in akuter Abstiegsnot übernommen, aus seinen ersten fünf Spielen aber auch nur einen Sieg holen können. Die Störche sind noch immer Tabellen-16. und sowohl punktgleich mit dem 15. (Dynamo Dresden) wie auch 17. (Greuther Fürth) des Zweitliga-Tableaus. Der Druck an der Förde ist also weiterhin immens hoch – und das bekamen auch die Journalisten auf der obligatorischen Spieltagspressekonferenz zu spüren. Ein Zusammenschnitt von Walters Aussagen geht seither in den Sozialen Medien viral.

Walter polarisierte schon in HSV-Zeiten

Dass sich Walter dünnhäutig präsentiert, ohne dass er es wirklich ist, wissen HSV-Fans aus der gemeinsamen Zeit in Hamburg (2021-2024) gut. Zu gerne lenkt er den Fokus auf sich, um seine Spieler aus der Schusslinie zu nehmen. Sein jüngster Auftritt in Kiel sorgte dennoch für einiges an Unverständnis. Seine teils trotzigen und giftigen Sprüche kamen nicht überall gut an.


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Ein anwesender Reporter wollte wissen, ob der mutiger Walter-Fußball im Abstiegskampf ein Vorteil oder ein Risiko sei. „Schön abgelesen die Frage“, schnauzte Walter zurück. Ein anderer schilderte seine Beobachtung, dass die Kieler Mannschaft zuletzt energielos wirkte und das eigentlich nicht für Walter stünde, ob er da falsch liege. „Sehr gut erkannt. Du liegst falsch“, raunzte Walter mit seinem bekannt zynischen Lächeln zurück.

Giftige Walter-Sprüche gegen Kieler Reporter

Aber es ging noch weiter. Ein weiterer Journalist fragte nach dem jungen dänischen Innenverteidiger Frederik Roslyng (20), der bisher nur dreimal zum Einsatz kam und dem der Reporter Qualitäten im Spielaufbau zuschrieb, die den Kielern vielleicht helfen könnten. „Dann können wir ja den Job tauschen. Sie machen meinen Job, ich mache Ihren Job, dann können Sie entscheiden, ob Frederik spielt oder nicht“, grollte Walter. „Ich will ja nicht entscheiden, ich frage…“, entgegnete der Reporter und wurde direkt unterbrochen. „Darum sitzen Sie da und ich hier.“

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Während sich die Absender des Pressekonferenz-Videos über eine hohe Reichweite freuen und sich User in den sozialen Medien den Kopf über Walters-Auftritt zerbrechen, hat dieser sein Ziel erreicht. Inwiefern das den Kielern sportlich geholfen hat, entscheidet sich am Freitagabend in Düsseldorf.

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