Wirbel um Hoffenheim-Jubel – doch der Hintergrund ist tragisch
Ohne den an einem Infekt erkrankten Chefcoach Christian Ilzer hat die TSG 1899 Hoffenheim den nächsten Schritt zur angestrebten Champions-League-Qualifikation geschafft. Während die Hoffenheimer Spieler ihre Tore beim 4:2-Sieg bejubelten, sorgte eine ihrer Gesten bei den Heidenheim-Fans für Aufregung.
Es war das 1:0, das bei den Anhängern des 1. FC Heidenheim für Aufschrei sorgte. Mit einem sehenswerten Angriff gingen die Hoffenheimer in Führung: Nach einem gelungenen Doppelpass mit Fisnik Asllani schlenzte Alexander Prass den Ball von der Strafraumgrenze ins linke obere Eck.
Hoffenheim: Ehepaar Bebou trauert um ungeboren Sohn
Beim kollektiven Jubel hielt der Mittelfeldspieler als Geste für den fehlenden Ihlas Bebou ein Trikot des Stürmers in die Kameras, Heidenheim-Fans reagierten wütend und warfen mit Bierbechern. Eine Provokation war das jedoch nicht, sondern vielmehr ein Akt des Respekts.
Ihlas Bebou und seine Frau Amira gaben am Freitag den Verlust ihres Sohnes und ihre tiefe Trauer bekannt. In einem emotionalen Beitrag schrieb Amira Bebou: „Mein geliebter Sohn, 8 Monate habe ich dich unter meinem Herzen getragen, deine Bewegungen und deine Liebe gespürt. Und doch bist du still auf die Welt gekommen, bevor du richtig da warst. Aber du warst da, so vollkommen, so schön und so perfekt.“
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Bereits im Vorfeld hatten Bebous ehemalige Teamkollegen dem Ehepaar ihr Beileid ausgesprochen. Die Intention hinter dem Torjubel war daher ein Zeichen des Zusammenhalts. Viele FCH-Fans hatten dies unwissentlich falsch verstanden. (dpa/trh)
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