„Kein akzeptables Mittel“: Werder regaiert auf Gewalt-Eskalation in Wolfsburg
Zwei Tage nach den Auseinandersetzungen zwischen Gästefans, Ordnern und der Polizei vor dem Heimspiel beim VfL Wolfsburg hat sich Werder Bremen in einem ausführlichen Statement zu den Vorfällen geäußert. Zwar verurteilte der Klub aus Bremen die zum Teil gewalttätigen Geschehnisse am Wolfsburger Stadion.
Anders als der VfL vermied es Werder, eine der beteiligten Gruppen klar zu verurteilen. Werder-Geschäftsführerin Anne-Kathrin Laufmann plädierte in der Stellungnahme stattdessen für Ausgleich und Differenzierung bei der Beurteilung der Vorgänge.
Verletzte Ordner und Polizisten in Wolfsburg
Bei den Vorfällen am Eingang zum Gästeblock der Volkswagen Arena waren am Samstag nach Angaben der Polizei zehn Werder-Anhänger vorläufig festgenommen und später wieder entlassen worden. Die Polizei berichtete von drei verletzten Ordnern, drei leicht verletzten Beamten sowie Strafverfahren wegen Körperverletzung, Landfriedensbruch und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte.

Der VfL Wolfsburg hatte in einer Mitteilung am Sonntag insbesondere die Werder-Anhänger für die Situation verantwortlich gemacht. „Der VfL Wolfsburg verurteilt die gestrigen Vorfälle in aller Deutlichkeit, die durch einen unnötigen und aggressiven Angriff durch Gästefans auf unsere Ordner starteten“, hieß es.
Werder-Geschäftsführerin Laufmann fordert Deeskalation und Verantwortung
Bremens Geschäftsführerin Anne-Kathrin Laufmann sah hingegen grundsätzlich alle Seiten in der Verantwortung. Die aktive Fanszene mache einen wesentlichen Teil der besonderen Atmosphäre rund um Werder Bremen aus, schrieb sie. „Zugleich ist mit dieser Rolle auch die Erwartung verbunden, in herausfordernden Situationen besonnen zu handeln und zur Deeskalation beizutragen“, meinte Laufmann weiter.
In die Richtung der vom VfL Wolfsburg eingesetzten Kräfte appellierte sie, „mit der notwendigen Verhältnismäßigkeit und mit einem klaren Fokus auf Kommunikation zu agieren“. Aus Werder-Sicht erforderten „insbesondere große, strukturierte Fanszenen ein hohes Maß an Augenmaß, Flexibilität und Dialogbereitschaft“.
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Laufmann stellte aber auch klar: „Unser gemeinsames Ziel muss es sein, Konflikte gar nicht erst eskalieren zu lassen. Körperliche Auseinandersetzungen und gewaltsame Zuspitzungen sind dabei kein akzeptables Mittel und widersprechen den Grundsätzen, welche wir als Verein vertreten.“ (dpa/dj)
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