Vor Nordderby gegen HSV: Werder verliert in Köln Spiel und Kapitän
Der 1. FC Köln hat seine Negativserie beendet und gegen Werder Bremen einen enorm wichtigen Sieg im Abstiegskampf gefeiert. Beim Heim-Debüt von René Wagner als Cheftrainer bezwangen die lange in Überzahl spielenden Rheinländer das Team von Coach Daniel Thioune verdient mit 3:1 (1:0).
Durch den ersten dreifachen Punktgewinn seit Ende Januar zogen die Kölner in der Bundesliga-Tabelle an Werder vorbei und verbesserten sich auf Rang 13. Die Bremer haben zwei Zähler weniger als der FC und drei Punkte Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz.
Vor 50.000 Zuschauern im stimmungsvollen Kölner Stadion erzielten Said El Mala per Foulelfmeter (7. Minute), Ragnar Ache (65.) und Isak Johannesson (90.+7) die Tore für Köln. Romano Schmid traf für Werder (76./Foulelfmeter). Bremens Abwehrchef Marco Friedl sah in der 24. Minute nach einer Notbremse die Rote Karte.
„Die drei Punkte tun der ganzen Mannschaft extrem gut. Wir haben uns das verdient“, sagte El Mala bei DAZN und urteilte: „Wir haben das bessere Spiel gemacht.“
Früher Elfmeter für Köln durch El Mala
In der zweiten Partie unter Wagner als Chefcoach erwischte der FC einen Traumstart. Werder-Verteidiger Olivier Deman traf Jakub Kaminski im Strafraum am Fuß und Schiedsrichter Tobias Reichel entschied ohne zu zögern auf Strafstoß. Jungstar El Mala übernahm Verantwortung, trat an und schob den Ball souverän in die Ecke.

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Die Kölner bemühten sich nun um Spielkontrolle. Phasenweise ließ der FC den Ball lange in den eigenen Reihen zirkulieren. Dass die Kölner immer wieder auch Fehler einstreuten, schadete dem Wagner-Team nicht. Werder wusste mit Ballgewinnen wenig anzufangen. Ein Distanzschuss von Marco Grüll nach einer Ecke war das einzig halbwegs Gefährliche, was Werder lange zustande brachte.
Werder-Kapitän fliegt vom Platz
Und es wurde schon schlimmer für die Bremer, deren Fans sich zu Spielbeginn bereits mit einer großen Choreografie auf das anstehende Nordderby gegen den HSV am kommenden Samstag einstimmten. Leonardo Bittencourts Rückpass auf Friedl geriet zu kurz. Ache spitzelte den Ball am Werder-Kapitän vorbei. Friedl (fhelt somit gegen den HSV) foulte und Schiedsrichter Reichel zeigte Rot. Thioune wollte es nicht wahrhaben, beschwerte sich lautstark, doch die Entscheidung hatte auch nach VAR-Überprüfung Bestand.

In Überzahl spielte Köln auf das zweite Tor. Vor allem El Mala mit seiner Technik und seiner Dribbelstärke sowie Ache sorgten für Gefahr. In der Nachspielzeit verhinderte Werder-Keeper Mio Backhaus mit einer starken Parade gegen Ache das 2:0.
Auch Werder bekommt einen Elfer
Kurz nach dem Seitenwechsel feierten die Kölner Fans dann die vermeintliche Vorentscheidung. Der gerade eingewechselte Alessio Castro-Montes überwand Backhaus zum zweiten Mal an diesem Nachmittag. Nach VAR-Eingriff nahm Reichel den Treffer wegen einer Abseitsposition aber zurück.
Kurz darauf war Marvin Schwäbe im FC-Tor erstmals gefordert. Einen Distanzschuss von Senne Lynen parierte der Kölner Kapitän überragend. Köln hielt das Spielgeschehen danach lange vom eigenen Tor fern und belohnte sich mit dem 2:0. Ache staubte ab, nachdem Cenk Özkacar mit seinem Kopfball noch am Pfosten gescheitert war. Die Partie schien 25 Minuten vor Schluss entschieden.
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Doch es wurde noch einmal spannend. Schmid brachte Werder vom Elfmeterpunkt wieder heran. Am Ende brachte der FC den knappen Vorsprung aber nicht nur über die Zeit, sondern erhöhte in der Nachspielzeit sogar noch. „Das Ergebnis tut weh. Es bringt aber nichts, jetzt draufzuhauen, wir müssen nach vorn schauen”, sagte Werder-Profi Romano Schmid: „Wir haben es nicht geschafft, in den wichtigen Phasen dagegenzuhalten.“ (dpa/tb)
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