Fußball

Verletzung eines Hamburgers für Werder „ein großer Schock“ – Flop verlässt Bremen

Justin Njinmah dribbelt für Werder Bremen, Miro Muheim vom HSV verfolgt ihn auf dem Rasen.
Bremens Justin Njinmah im Duell mit Miro Muheim vom HSV.

Es ist der nächste schwere Schlag für den HSV-Rivalen: Werder verzichtet aber aufgrund der Marktsituation auf einen Ersatz für Njinmah.

Drei Tage nach der schweren Verletzung von Jens Stage beklagt HSV-Rivale Werder Bremen den nächsten langfristigen Ausfall. Stürmer Justin Njinmah zog sich am vergangenen Sonntag bei der 1:4-Niederlage beim SC Freiburg eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu und wird genau wie Stage für mehrere Monate fehlen.

„Jede Verletzung tut uns weh. Das war sicherlich für uns alle ein großer Schock“, sagte Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz über den Ausfall des gebürtigen Hamburgers Njinmah, der beim Eimsbütteler TV ausgebildet wurde.

Justin Njinmah fehlt Werder Bremen monatelang

Jede Verletzung tut uns weh. Das war sicherlich für uns alle ein großer Schock.

Clemens Fritz

Obwohl das am letzten Tag der Transferperiode noch möglich gewesen wäre, verzichten die Bremer darauf, einen Ersatz für den 25 Jahre alten Stürmer zu verpflichten. „Die Frage war: Machst du noch etwas? Aufgrund der Kurzfristigkeit und der Marktsituation haben wir uns aber entschieden, Justin Njinmahs Position nicht mehr nachzubesetzen“, sagte Fritz. „Wir haben noch einige Spieler im Kader, die auf mehreren Positionen spielen können.“

Jens Stage und Justin Njinmah feiern im Werder-Trikot den Führungstreffer gegen den LSK Lüneburg.
Jens Staage und Justin Njinmah fallen beide verletzungsbedingt längerfristig aus.

Werder hatte am letzten Tag des Transferfensters die beiden Defensivspieler Arthur und Moussa Ndiaye verpflichtet. Der 23 Jahre alte Brasilianer Arthur kommt bis zum Ende der Saison auf Leihbasis vom Bundesliga-Konkurrenten Bayer Leverkusen an die Weser und soll dort die Lücke auf der rechten Abwehrseite schließen.

Ndiaye und Arthur kamen am Deadline Day

Kurz zuvor hatte der Nordklub bereits seine einjährige Leihe des 24-jährigen Linksverteidiger Ndiaye vom RSC Anderlecht bekannt gegeben, in der Rückrunde der Vorsaison war der Senegalese an Schalke 04 ausgeliehen gewesen.

Samuel Mbangula von Werder Bremen führt im DFB-Pokal am Millerntor den Ball über den Rasen.
Er konnte den Anforderungen nicht gerecht werden. Bremen verleiht den 10-Millionen-Flop Samuel Mbangula.

Platz im Kader macht dagegen Samuel Mbangula, der Flügelspieler wechselt auf Leihbasis in die Serie A zum FC Bologna. Die hohen Erwartungen konnte der im Vorjahr für zehn Millionen Euro verpflichtete Belgier, damit zweitteuerster Zugang der Klubgeschichte, nicht erfüllen.

Werder-Flop Samuel Mbangula geht nach Bologna

„Ich kenne Werder natürlich aus der Bundesliga und auch die Atmosphäre im Weserstadion. Ich freue mich darauf, die Jungs kennenzulernen und hier auflaufen zu dürfen“, sagte Rechtsverteidiger Arthur. Für Leverkusen lief er insgesamt 44 Mal in der Liga und 13 Mal in der Champions League auf, 2024 gewann er mit dem Verein das Double.

„Moussa passt genau in unser Profil: zweikampfstark, offensiv anschlussfähig und mit einer guten Balance zwischen Absichern und Vorstoßen“, sagte Trainer Daniel Thioune, der mit seiner Mannschaft mit einem 1:4 beim SC Freiburg in die Bundesliga-Saison gestartet war, über Ndiaye: „Er hat in Deutschland bereits gezeigt, dass er bestehen kann, und wird uns auf der linken Seite mehr Variabilität geben.“

Einen Tag zuvor hatten die Bremer auf die schwere Verletzung von Jens Stage reagiert und kurzfristig Youri Regeer als Ersatz geholt. Der 23-Jährige kam ebenfalls auf Leihbasis von Ajax Amsterdam. (dpa/mkw)

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