„Unfassbar bitter“: Tiefschlag für Hannover 96 – aber Trainer Titz bleibt trotzig
Hannover 96 hat im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga eine große Chance liegen lassen. Die Niedersachsen kamen vor 49.000 Zuschauern in der ausverkauften Heinz von Heiden Arena gegen Schlusslicht Preußen Münster nur zu einem 3:3 (2:2).
Der Ausgleich für die Gäste fiel erst in der Nachspielzeit. Jorrit Hendrix traf in der 90.+3 Minute per Direktabnahme – ein 25-Meter-Kracher, der Hannover hart erwischte.
Hannover 96 verpasst Sprung auf direkten Aufstiegsplatz
Der Tabellendritte Hannover verpasste es damit, vor den letzten beiden Spieltagen auf einen direkten Aufstiegsplatz zu springen. Den Weg dorthin hatte die SV Elversberg zuvor mit einem 5:1 gegen den bisherigen Tabellenzweiten SC Paderborn freigemacht.

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„Das ist unfassbar bitter“, sagte 96-Kapitän Enzo Leopold. „Wir sind weiter auf Platz drei. Aber das fühlt sich eher nach zwei verlorenen Punkten als nach einem gewonnenen Punkt an.“
Heinz von Heiden Arena zum achten Mal ausverkauft
Dabei war die Sehnsucht nach der Bundesliga-Rückkehr nach sieben Jahren schon vor dem Anpfiff deutlich zu spüren. Bereits zum achten Mal in dieser Saison war das Stadion ausverkauft. Die Fans sangen schon mehr als eine halbe Stunde vor Spielbeginn lautstark.
Sportlich wurde die vermeintliche Pflichtaufgabe gegen den Tabellenletzten schnell zur großen Herausforderung. Hannover war von Beginn an dominant, kam aus vielen vielversprechenden Angriffen aber zu selten zu klaren Torchancen.
Wilde erste Halbzeit gegen Münster
Münster hielt hartnäckig dagegen – und schlug eiskalt zu. Imad Rondic brachte die Gäste in der 25. Minute in Führung. Shin Yamada erhöhte in der 39. Minute sogar auf 2:0.
Kurz vor der Pause drehte Hannover dann auf. Mustapha Bundu traf in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gleich doppelt – in der 45.+1 und 45.+4 Minute. Beide Tore waren sehenswert, zur Pause stand es 2:2.
Preußen Münster vergibt zahlreiche Hochkaräter
Nach dem Wechsel hatte Münster mehrere große Chancen. In der 44. Minute hatte Charalambos Makridis noch vor der Pause das 3:0 verpasst. In der 52. Minute vergab Yassine Bouchama die Großchance zum 3:2.
Auch danach blieb Münster gefährlich. In der 79. Minute musste Hannovers eingewechselter Isländer Stefan Teitur Thordarson nach einem Kopfball von Rondic auf der eigenen Torlinie retten.
Hannover jubelt spät – Münster antwortet noch später
Dann traf Thordarson auf der anderen Seite. In der 85. Minute erzielte er das umjubelte 3:2 für Hannover. Doch die letzte Antwort gehörte Münster.
Nach dem 2:3 ließ Münster weitere Möglichkeiten liegen. Oscar Vilhelmsson vergab in der 87. Minute, Tobias Raschl traf in der 90.+1 Minute die Latte.
Hannover 96 bleibt Dritter: „Tabellarisch ist nichts verloren“
Dann kam Hendrix. Sein spätes 3:3 war für Hannover bitter, für Münster aber hochverdient.

96-Trainer Christian Titz gab sich nach dem Rückschlag bei Sky trotzig. „Wir werden uns ärgern, dann schütteln und dann in das nächste Spiel reingehen“, sagte er. „Tabellarisch ist nichts verloren. Es sind noch zwei Spiele. Und ich weiß, wie verrückt die letzten beiden Spieltage werden können.“
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