Kett Franziska vom FC Bayern München zieht Salma Paralluelo an den Haaren.

Franziska Kett sah die Rote Karte nach einem Foul an Salma Paralluelo. Foto: IMAGO/IPA Photo

„Total unfair“: Bayern echauffieren sich über „Smarties“-Schiri

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Viel zu meckern hatten die Fußballerinnen des FC Bayern München eigentlich nicht. „Das hätten wir so unterschrieben, ja“, sagte Direktorin Bianca Rech nach dem hart erkämpften 1:1 (0:1) im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Barcelona mit einem Lächeln. Und doch blieb bei den Münchnerinnen vor dem Rückspiel am kommenden Sonntag (16.30 Uhr) im Camp Nou ein fader Beigeschmack.

„Die Schiedsrichterin hat die Kontrolle verloren“, meckerte Rech: „Ich weiß nicht, wie viele Karten sie am Ende verteilt hat wie Smarties.“ Vor allem die Roten Karten für die Bayern-Frauen gegen Franziska Kett, die Salma Paralluelo an den Haaren gezogen hatte, und Trainer José Barcala, der von der Kroatin Ivana Martincic wegen Meckerns des Feldes verwiesen wurde, stießen dem FC Bayern München sauer auf.

Bayern München: Spielerinnen fordern neue Regel im Frauenfußball

„Ich habe nur geschrien“, erklärte der Spanier die Situation aus der 79. Minute aus seiner Sicht: „Ich verstehe, wenn man mir dafür Gelb gibt, aber niemals Rot. Das ist total unfair.“ Genauso wie der Platzverweis für Kett, so Barcala. Die Torschützin (69.) habe „niemals die Intention, an den Haaren zu ziehen“, beteuerte der Trainer: „Das muss man diskutieren. Es ist so einfach, ohne Intention an die Haare zu kommen.“


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Womöglich, sagte Nationalspielerin Klara Bühl bei Disney+, brauche es für solche Situationen „eine Regel“: „Wir können lange Haare haben, aber in dem Fall stören sie halt einfach.“ Schnell wurden Erinnerungen an Kathrin Hendrich wach, die im EM-Viertelfinale der deutschen Frauen gegen Frankreich im vergangenen Sommer in einer ähnlichen Situation ebenfalls Rot gesehen hatte. Auch Hendrich hatte stets beteuert, nicht bewusst gehandelt zu haben.

Giulia Gwinn: „Werden alles investieren, was wir haben“

Es sei nun einmal „ein Unterschied“, betonte Rech, „wenn du einer Spielerin am Oberkopf an den Haaren reißt oder unten an die Haare drankommst, wenn du nach dem Trikot greifst.“ In jedem Fall muss der FC Bayern München in Barcelona ohne Kett und Barcala auskommen. Es sei „sehr bitter, aus so einer Situation zwei wichtige Leute unseres Teams zu verlieren“, sagte Giulia Gwinn.

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Der FC Bayern München ist dennoch voll motiviert, der Traum vom Triple lebt. Er sei „sehr stolz“ auf seine Mannschaft, sagte Barcala, gerade mit Blick auf die 1:7-Demütigung gegen Barcelona in der Ligaphase. Man habe nun „nichts zu verlieren“, betonte Gwinn: „Es ist noch ein Schritt bis ins Finale, da werden wir alles investieren, was wir haben.“ (sid/ch)

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