Tiefe Schnittwunde: Schlimme Verletzung überschattet Gala-Pleite
Florian Wirtz ist mit dem FC Liverpool nach einer furiosen zweiten Halbzeit ins Viertelfinale der Champions League gestürmt. Der deutsche Nationalspieler setzte sich mit dem englischen Meister 4:0 (1:0) gegen Galatasaray Istanbul durch und machte damit das 0:1 aus dem Hinspiel eindrucksvoll wett. Nun wartet Titelverteidiger Paris Saint-Germain – und damit eine noch kniffligere Aufgabe. Überschattet wurde die Partie von zwei schweren Verletzungen aufseiten der Türken.
Der frühere Leipziger Dominik Szoboszlai (25.) hatte Liverpool in Führung gebracht, kurz vor der Pause vergab Mohamed Salah die riesige Chance aufs 2:0. Er schoss einen an Szoboszlai verursachten Foulelfmeter viel zu schwach (45.+4). Doch im zweiten Durchgang sorgten Hugo Ekitiké (52.), Ryan Gravenberch (53.) und Salah (62.) für klare Verhältnisse. Der Ägypter Salah ist nun der erste Afrikaner mit 50 Toren in der Königsklasse.
Barcelona, Atletico und Liverpool ziehen Viertelfinal-Tickets
Der FC Barcelona, der am frühen Abend Newcastle United mit 7:2 (3:2) abgefertigt hatte, bekommt es im Viertelfinale mit Atletico Madrid zu tun. Die Spanier konnten sich nach dem dominanten 5:2 im Hinspiel ein 2:3 (0:1) bei Tottenham Hotspur leisten.

Für Barcelona, Team des früheren Bundestrainers Hansi Flick, hatten Robert Lewandowski (56., 61.) und Raphinha (6., 72.) jeweils doppelt getroffen. Zudem waren Marc Bernal (18.), Lamine Yamal (45.+7/Foulelfmeter) und Fermín López (51.) erfolgreich.
Ex-Bundesliga-Stars treffen für Tottenham – vergeblich
Der frühere Frankfurter Randal Kolo Muani (30.) und der ehemalige Leipziger Xavi Simons (52., 90./Foulelfmeter) ließen Atletico nochmal zittern. Der argentinische Weltmeister Julian Álvarez (47.) und David Hancko (75.) trafen für Madrid.
In Liverpool machte zunächst Szoboszlai den Unterschied. Mit seinem Treffer nach einer Ecke egalisierte er das 0:1 aus dem Hinspiel. Dann rettete Ugurcan Cakir mehrfach stark für Galatasaray – unter anderem parierte der Torhüter Salahs Elfmeter. Für den Star-Stürmer der Türken Victor Osimhen war nach der ersten Hälfte bereits wieder Schluss. Der Nigerianer hatte sich in den Anfangsminuten bei einem Zweikampf mit dem ehemaligen Leipziger Ibrahima Konaté am Arm verletzt. Sichtlich von Schmerzen geplagt, und ohne wirklich in die Zweikämpfe zu gehen, hielt der 27-Jährige noch bis zur Halbzeit durch – blieb dann aber in der Kabine.
Victor Osimhen hat sich einen Unterarm-Bruch zugezogen
Am Donnerstagvormittag teilte der Klub mit, dass sich Osimhen einen Unterarm-Bruch zugezogen hat. Der Arm wurde vorerst gegipst und in den kommenden Tagen soll entschieden werden, ob eine Operation nötig ist.

Für den ehemaligen Neapel-Stürmer kam nach der Pause Leroy Sané ins Spiel – und Liverpool drehte mächtig auf. Nach dem Doppelschlag durch Ekitiké und Gravenberch stolperte Wilfried Singo (56.) den Ball ins eigene Tor. Der Treffer zählte wegen einer Abseitsstellung aber nicht, wenig später erhöhte Salah traumhaft.
Schlimme Verletzung bei Galatasaray-Stürmer Noa Lang
Aber damit war das Leid der Türken noch nicht vorbei, denn kurz vor Schluss kam es zum nächsten Schreckmoment: Galatasaray-Stürmer Noa Lang blieb nach einem eigentlich unspektakulär aussehenden Zweikampf mit Curtis Jones hinter der Torauslinie liegen und hielt sich die Hand, die direkt stark zu bluten begann.

Aber was war passiert? Beim Abstützen auf einer Werbebande hatte sich der niederländische Nationalspieler seinen Daumen eingeklemmt – und sich dabei eine üble Wunde zugezogen. Lang musste minutenlang behandelt werden, ehe er schließlich mit einer Trage vom Platz gebracht wurde. „Er ist auf dem Weg ins Krankenhaus, es ist ein ernstes Problem mit seinem Finger“, hatte sein Trainer Okan Buruk nach dem Spiel erklärt.
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Am Donnerstag teilte der Klub mit, dass Lang in Begleitung der Teamärzte in Liverpool operiert werden müsse. Er hat sich eine tiefe Schnittwunde am Daumen zugezogen. (sid/vb)
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