117 Plätze Unterschied! England staunt über „einen der größten Außenseiter-Siege“
Titelverteidiger Crystal Palace ist im FA Cup beim Sechstligisten FC Macclesfield ausgeschieden – und hat sich damit eine historische Blamage geleistet. Das Team des ehemaligen Bundesliga-Trainers Oliver Glasner scheiterte in der dritten Runde mit 1:2 (0:1) beim krassen Außenseiter.
Laut BBC ist es die „größte Sensation“ in der Geschichte des traditionsreichen Pokalwettbewerbs, denn beide Klubs trennen 117 Tabellenplätze. Einen solchen Außenseitersieg gab es der demnach noch nie. Macclesfield habe sich „in die Geschichtsbücher des FA Cup“ geschrieben – mit einem „der größten Außenseitersiege aller Zeiten“, schrieb die britische Zeitung „Guardian“. Die Nachrichtenagentur PA schrieb: „Magisches Macclesfield“.
FA-Cup: Macclesfield mit Sensation gegen Crystal Palace
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— Macclesfield FC (C) (@thesilkmen) January 10, 2026
Paul Dawson (43.) und Isaac Buckley-Ricketts (61.) erzielten die Tore für den Aufsteiger in die National League North. Der Klub war erst im Oktober 2020 als Nachfolger von Macclesfield Town gegründet worden und hatte in der neunten Liga den Spielbetrieb aufgenommen. Trainer ist John Rooney, der jüngere Bruder des ehemaligen englischen Nationalmannschaftskapitäns Wayne Rooney.
Für Crystal Palace, das im Mai überraschend das Finale gegen Manchester City mit 1:0 gewonnen hatte, verkürzte Yéremy Pino (90.). Doch es reichte nicht mehr, um die Pleite abzuwenden. Die Fans des Sechstligisten stürmten nach dem Abpfiff den Platz.
Glasner sah „keinerlei Qualität“ – Platzsturm nach Abpfiff

„Ehrlich gesagt habe ich keine Erklärung für das, was ich heute gesehen habe. Wir können Ausreden finden, aber für solche Spiele braucht man keine Taktik und keinen Trainer“, sagte Glasner, der auf mehrere Stammspieler verzichtete, der BBC und kritisierte sein Team: „Ich denke, wenn man einfach zeigt, wozu man fähig ist, und Stolz zeigt, dann tritt man anders auf.“ Er habe „keinerlei Qualität“ und „niemanden gesehen, der ein Dribbling gewinnen konnte“.
Xhaka zittert sich in die nächste Runde
Der Österreicher, der in Deutschland beim VfL Wolfsburg und bei Eintracht Frankfurt gearbeitet hatte, hatte mit dem Sieg im FA-Cup-Finale im Mai gegen Manchester City einen der größten Erfolge seiner Karriere gefeiert. Die Eintracht hatte er 2022 zum Europa-League-Sieg geführt. Jetzt ist der Traum auf einen weiteren Pokaltitel vorzeitig geplatzt.
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Auch der ehemalige Leverkusen-Spieler Granit Xhaka tat sich in der dritten Runde des FA Cups schwer. Der Schweizer entging mit dem AFC Sunderland nur knapp einem Aus. Im Elfmeterschießen setze sich sein Team dann jedoch mit 4:1 gegen den FC Everton durch – auch Xhaka traf vom Punkt. (sid/dpa/lam)
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