Sechs Menschen bei Arsenal-Meisterfeier niedergestochen

Arsenal-Spieler auf dem Dach des Paradebusses
Arsenal London feiert den ersten Sieg der Premier League seit 22 Jahren.

Bei der öffentlichen Meisterfeier des Premier-League-Siegers FC Arsenal in London sind sechs Menschen niedergestochen worden. Außerdem kam es zu zahlreichen weiteren kriminellen Delikten. Die Londoner Polizei berichtete von 24 Festnahmen während der Veranstaltung. Tausende Arsenal-Fans hatten am Sonntag die Straßen gesäumt, um ihre Mannschaft nach dem Gewinn der englischen Meisterschaft zu feiern.

Die Metropolitan Police hatte mehr als 500 Beamte eingesetzt, um die Veranstaltung zu begleiten. Nach Angaben der Behörden wurden zehn Personen festgenommen, die Polizeibeamte angegriffen und beleidigt haben sollen. Weitere Festnahmen erfolgten demnach unter anderem wegen sexueller Nötigung, schwerer Körperverletzung, Drogenbesitzes, Verstößen gegen das Waffengesetz, Trunkenheit und ordnungswidrigen Verhaltens.

Messerattacken überschatten Arsenal-Fanfest in London

Erst am Abend, nachdem der Großteil der Menschenmengen bereits nach Hause gegangen war, kam es laut Polizei zu den sechs Messerangriffen. Die meisten Opfer wurden demnach nicht schwer verletzt. Ein Mann musste aber in lebensbedrohlichem Zustand ins Krankenhaus gebracht werden, sein Zustand habe sich stabilisiert. Die überwältigende Mehrheit der Fans habe friedlich gefeiert, betonte ein Polizeisprecher.

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Mehrere Busse mit offenem Dach waren mit der Mannschaft und Mitarbeitern des FC Arsenal am Nachmittag durch die Stadt gefahren, um nur einen Tag nach dem verlorenen Champions-League-Finale den Premier-League-Titel zu feiern. Schon Stunden vor dem Start hatte sich der Norden der Stadt in ein Meer aus Rot und Weiß verwandelt. Fans säumten die Straßen entlang der rund neun Kilometer langen Route, sangen Vereinslieder, zündeten Pyrotechnik und feierten die Mannschaft. (dpa/sil)