Schwere Ausschreitungen nach Drittliga-Spiel: Fans verletzen Polizisten
Zwei verletzte Polizisten und mehrere Körperverletzungsdelikte: Das ist die Bilanz einer Auseinandersetzung nach dem Drittliga-Topspiel zwischen Osnabrück und Essen. Ort war der Bahnhof in Osnabrück.
Nach dem Drittliga-Spitzenspiel zwischen dem VfL Osnabrück und Rot-Weiss Essen (3:0) ist es auf dem Osnabrücker Hauptbahnhof zu Ausschreitungen zwischen Fußball-Fans und der Polizei gekommen. Die Bundespolizei schrieb in einer Mitteilung von zwei verletzten Polizeibeamten sowie „schweren Landfriedensbrüchen, Körperverletzungsdelikten sowie tätlichen Angriffen auf Vollstreckungsbeamte“. Zu den Vorfällen kam es bei der Abreise von Essener Fans aus Osnabrück. Einsatzkräfte der Bundespolizei begleiteten den Zug nach Essen daraufhin.
Polizei nimmt Personalien von mehr als 180 RWE-Fans auf
Nach der Ankunft am Essener Hauptbahnhof hätte die Bereitschaftspolizei die Personalien von mehr als 180 Fußball-Fans aufgenommen. Personen seien durchsucht und Lichtbilder angefertigt worden, teilte die Bundespolizei mit. Ein 32-jähriger RWE-Fan sei sogar festgenommen und nach Zahlung einer Geldstrafe später wieder freigelassen worden. Er sei schon zuvor wegen eines Haftbefehls gesucht worden. Nach Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 986 Euro konnte der Mann die Wache wieder verlassen. Bereits 2024 war es bei dem Duell der beiden Klubs sogar schon im Stadion zu Ausschreitungen gekommen.
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Diesmal dürfte bei den RWE-Fans auch jede Menge Frust dabei gewesen sein. Gegen die von Ex-St. Pauli-Coach Timo Schultz trainierten Osnabrücker war Essen chancenlos. Man sei „vom Allerfeinsten weggeknallt“ worden, sagte Essens Kapitän Michael Schultz. Beide Teams waren vor der Partie punktgleich. Mit dem Sieg sprangen die Niedersachsen auf Platz zwei. Rot-Weiss Essen bleibt Fünfter. (dpa/trh)
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