Schockierende Szene in Kiel: Ex-HSV-Spieler stürzt aufs Genick – Klub gibt ein Update
Es war eine Szene, die den 18. Spieltag der 2. Bundesliga auf dramatische Weise überschattete. Beim 2:0 (1:0)-Sieg von Holstein Kiel gegen den SC Paderborn ist Paderborns Abwehrspieler Calvin Brackelmann aus großer Höhe aufs Genick gestürzt. Der 26-jährige gebürtige Lüneburger blieb regungslos auf dem Rasen liegen, das Spiel wurde für mehr als acht Minuten unterbrochen.
Es lief die 88. Minute im Holstein-Stadion, als es totenstill in der Arena wurde. Brackelmann war von seinem Gegenspieler Lasse Rosenboom unterbaut worden und über diesen gestürzt. TV-Zeitlupen verdeutlichten, wie sehr das Genick beim Aufprall überstreckt worden war.
Calvin Brackelmann spielte in der Jugend für den HSV
Sofort eilten die Betreuer auf den Rasen, Ärzte und Physiotherapeuten kümmerten sich um den bewusstlosen Brackelmann, leisteten die Erstversorgung, bevor der Verteidiger, der von 2007 bis 2012 in der Jugend des HSV spielte, abtransportiert und ins Krankenhaus gefahren wurde.
Dass die Paderborner einen Rückschlag im Aufstiegsrennen hinnehmen mussten, dass Jonas Meffert nach seinem Wechsel vom HSV zurück nach Kiel einen erfolgreichen Einstand feierte, rückte in den Hintergrund. Meffert konnte immerhin berichten, dass Brackelmann am Ende der Behandlungsphase wieder bei Bewusstsein war. „Aber das sah gar nicht gut aus. Wir wünschen ihm nur das Beste und hoffen, dass nichts Schlimmeres passiert ist“, sagte Meffert. Paderborns Trainer Ralf Kettemann hoffte, „dass es vielleicht nur eine Gehirnerschütterung ist, aber ich weiß es nicht genau“.
Gut zwei Stunden später konnte der SC Paderborn immerhin eine „Teil-Entwarnung“ geben. Brackelmann habe „das Uniklinikum Kiel nach einem CT verlassen und wird am Sonntag noch nach Paderborn zurückkehren können. Am Montag folgen weitere Untersuchungen“, teilte der SCP am frühen Sonntagabend mit.
Jonas Meffert mit gutem Comeback für Holstein Kiel
Steven Skrzybski hatte Holstein aus kurzer Distanz per Kopfballtreffer in Führung (19.) gebracht. Es war der erste Abschluss der Kieler. Rosenboom (67.) legte im zweiten Durchgang nach. Meffert machte als alleiniger Sechser im Spiel der Kieler eine solide Partie. Mit 11,93 Kilometern legte er das größte Laufpensum aller Akteure zurück, 60 seiner 62 Pässe kamen an (97 Prozent).
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Paderborn hatte durch Sebastian Klaas die erste Chance der Partie (8.). Nach gelungener Kombination kam er aus 16 Metern zum Abschluss, Torwart Jonas Krumrey klärte zur Ecke. Im Verlauf der ersten Hälfte ging der Schwung der Gäste aber verloren und Kiel arbeitete sich in die Partie. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte baute der SCP dann wieder mehr Druck auf, aber die Kieler trafen erneut. Das alles aber waren Randnotizen angesichts der offenbar schweren Verletzung von Calvin Brackelmann.
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