„Scheiß-Saison“: Wut bei Werder – hartes Restprogramm als Chance für St. Pauli
Werder Bremen muss nach dem ernüchternden 1:3 gegen den FC Augsburg weiter um den Klassenerhalt zittern.
Die Pfiffe im Weserstadion waren nicht zu überhören. Statt der fest eingeplanten grün-weißen Fast-Rettungs-Party gab es auch bei den Profis von Werder Bremen lange Gesichter. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune verlor ihr Heimspiel gegen den FC Augsburg nach einem über weite Strecken ganz schwachen Auftritt mit 1:3 (0:2) und muss weiter um den Klassenerhalt bangen.
Kade und Jakic werden zu Partycrashern in Bremen
„Wir können nicht davon ausgehen, dass alle immer für uns spielen. Es geht um uns. Wir müssen besseren Fußball spielen“, sagte Kapitän Marco Friedl bei Sky und sprach von einer „Scheiß-Saison“. Romano Schmid nannte die Vorstellung am Samstag „müde und behäbig“.

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Vor über 40.000 Zuschauern in der proppevollen Arena schlüpften Doppelpacker Anton Kade (24. und 45.+3) und Kristijan Jakić (69.) in die Rolle der Partycrasher. Mehr als der zwischenzeitliche Anschlusstreffer durch Schmid (64.) gelang den Bremern nicht.
Werder Bremen trifft noch auf Hoffenheim und Dortmund
„Wir haben immer gesagt: Es geht bis zum Schluss“, sagte Coach Thioune bei Sky und betonte: „Wir müssen noch Punkte einsammeln.“ Für Werder – nach den (Teil-)Erfolgen der Konkurrenz auf Tabellenplatz 15 zurückgefallen – könnte es angesichts der schweren Spiele in Hoffenheim und zum Abschluss gegen Borussia Dortmund tatsächlich noch mal eng werden.
Während Werders Polster auf den Relegationsplatz am Sonntag auf drei Punkte schmelzen könnte, wenn St. Pauli sein Heimspiel gegen Mainz gewinnt, pirscht sich Augsburg klammheimlich an die Europacupränge heran. Das Team von Trainer Manuel Baum blieb zum fünften Mal hintereinander unbesiegt und hat nun 40 Zähler auf dem Konto.
Werder-Fans quittieren die Leistung mit Pfiffen
Bremen, das zuletzt vier Punkte aus zwei Spielen geholt hatte, tat sich nach vorn enorm schwer und entwickelte in der ersten Halbzeit keine Torgefahr. Ganz anders die Gäste: Aus einer sicheren Grundordnung ließ der FC hinten überhaupt nichts anbrennen und zeigte sich offensiv eiskalt. Erst traf Kade nach feiner Vorarbeit von Michael Gregoritsch per Flachschuss, kurz vor der Pause erhöhte er per Kopf. Die Bremer Fans quittierten den Auftritt ihrer Mannschaft mit Pfiffen.

„Wir haben uns das ein Stück weit anders vorgestellt. Bei den Gegentoren musst du enger dran sein, das musst du besser machen“, monierte Werder-Sportchef Clemens Fritz in der Halbzeit bei Sky: „Intern hat bei uns keiner davon gesprochen, dass wir schon durch sind. Wir haben uns das anders vorgestellt und müssen jetzt mehr auf den Platz bringen.“
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Das tat Werder, die Grün-Weißen kamen mit reichlich Schwung aus der Kabine – und zum 1:2. Doch Augsburg zeigte sich davon unbeeindruckt und stellte schnell wieder auf den alten Zwei-Tore-Vorsprung. Die von vielen erwartete Bremer Schlussoffensive blieb aus, der Augsburger Sieg geriet nicht mehr in Gefahr.
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