Eskalation in Glasgow: Celtic- und Rangers-Fans stürmen den Platz
Ausschreitungen haben das Pokalspiel zwischen den erbitterten Glasgow-Rivalen Rangers und Celtic überschattet. Nachdem der frühere Gladbacher Tomas Cvancara das Viertelfinale im Elfmeterschießen mit dem Treffer zum 4:2 für Celtic entschieden hatte, stürmten Anhänger beider Klubs auf das Spielfeld im Ibrox Park.
Erst seien Gäste-Fans von Celtic Glasgow auf den Rasen gelaufen, dann hätten dies Anhänger der gastgebenden Rangers getan, wie der britische Sender BBC berichtete. Es seien Gegenstände geworfen worden, die Polizei sei eingeschritten. Angaben zu möglichen Verletzten und Festnahmen gab es zunächst nicht. Der schottische Fußball-Verband FA kündigte eine Untersuchung an und verurteilte die Zwischenfälle. Beide Klubs wollten sich laut BBC zunächst nicht offiziell äußern.
Celtic Glasgow gewinnt im Elfmeterschießen bei den Rangers
Celtic-Trainer Martin O’Neill berichtete dem Sender, Sicherheitskräfte hätten darauf gedrängt, dass die Gäste-Spieler und die Offiziellen das Spielfeld so schnell wie möglich verlassen sollten. Er hatte Abwehrspieler Julian Araujo vom Platz begleitet, dem zuvor Rangers-Anhänger nahegekommen waren. Nach der Partie in Glasgow gab es zudem Gerüchte, wonach Spieler im Kabinentunnel aneinandergeraten sein sollen.

Das Spiel selbst war wenig attraktiv. Nach 120 Minuten stand es 0:0, sodass die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen musste. Die vom deutschen Coach Danny Röhl trainierten Rangers, für die auch der frühere Rostocker Hansa-Stürmer Ryan Naderi auflief, waren über weite Strecken überlegen. Allerdings vergaben die Hausherren zweimal vom Punkt, während alle vier Celtic-Schützen trafen.
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„Das Ergebnis ist enttäuschend. Elfmeterschießen ist auch immer ein bisschen Glückssache. Wir waren die bessere Mannschaft über 120 Minuten“, sagte Röhl nach dem sogenannten Old Firm Derby zwischen den beiden großen Glasgow-Klubs. „Wir haben wirklich ein gutes Spiel gemacht. Aber im Fußball geht es um Ergebnisse, und heute haben wir nicht das Ergebnis bekommen, das wir verdient haben.“ (dpa/ea)
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