„Sie haben hier nichts verloren“: Klare Worte nach Rassismus-Eklat in der 2. Liga
Nach dem Rassismus-Vorfall beim Zweitligaspiel Dresden gegen Düsseldorf hat der DFB die Reaktion des Schiedsrichterteams und der Klubs gelobt. „Lukas Benen und sein Team haben neben allen richtigen formellen Abläufen zusätzlich noch viel Empathie bewiesen, indem sie die Situation ernst genommen und sich unverzüglich um den beleidigten Spieler gekümmert haben“, sagte Knut Kircher, Geschäftsführer Sport und Kommunikation der DFB Schiri GmbH, einer Mitteilung zufolge.
Während einer Verletzungsunterbrechung in der Nachspielzeit am Sonntag hatte ein Dresdner Zuschauer den Fortunen-Kicker Emmanuel Iyoha beleidigt. Dieser machte das sofort beim vierten Offiziellen Lasse Koslowski öffentlich.
Viel Mitgefühl für Düsseldorf-Profi Emmanuel Iyoha
Die Unparteiischen gaben daraufhin den Hinweis an die beiden Kapitäne und Cheftrainer der Mannschaften weiter. Außerdem veranlassten sie eine Durchsage und aktivierten somit den sogenannten Dreistufenplan. Benen schilderte den Vorgang nach Angaben des DFB in einem ausführlichen Sonderbericht.

Kircher hob den Umgang der Schiris mit Iyoha hervor: „Sie stellten dessen Wohlergehen und Schutz in den Mittelpunkt, erkundigten sich mehrfach nach seiner Gefühlslage und Bereitschaft, das Spiel fortzuführen. Auch nach Spielende suchte der Schiedsrichter im Kabinentrakt nochmals Kontakt zum betroffenen Spieler.“
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Der DFB lobte auch, dass beide Klubs das Verhalten des Fans klar verurteilten. Dynamo-Trainer Thomas Stamm hatte nach dem Spiel gesagt: „Ich habe die Bitte an diese Zuschauer, nicht mehr ins Stadion zu kommen. Sie haben hier nichts verloren, aber auch grundsätzlich nichts in der Gesellschaft.“ (dpa/lam)
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