Die ersten seit Effenberg! Zwei Hamburger stehen im deutschen WM-Kader
Die 26 WM-Spieler von Julian Nagelsmann vertreten bei dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada ganz Deutschland. Ein Blick auf die Herkunft der Akteure in der Nationalmannschaft verdeutlicht eine deutliche Unwucht Richtung Süden und Westen. Aber auch zwei Hamburger Jungs sind dabei: Jonathan Tah und Felix Nmecha treten damit in Stefan Effenbergs Fußstapfen.
Während in Maximilian Beier nur ein Profi dabei ist, der im Osten Deutschlands, in Brandenburg an der Havel, geboren wurde, stammen gleich sieben Spieler aus Nordrhein-Westfalen und je sechs aus Bayern und Baden-Württemberg.
Ein Brandenburger und zwei Hamburger im WM-Kade
Die weiteren sechs Akteure verteilen sich auf zwei Hamburger (Jonathan Tah und Felix Nmecha), einen Bremer (Nick Woltemade), einen Niedersachsen (Deniz Undav), den nach der Wiedervereinigung im ehemaligen Westen Berlins geborenen Antonio Rüdiger und den in Usbekistan geborenen Waldemar Anton.
Das regionale Gefälle setzt sich auch bis zu den aktuellen Teams der Spieler durch. Sieben Profis des FC Bayern München stellen den größten Club-Block. Je vier Akteure spielen beim VfB Stuttgart und bei Borussia Dortmund.
Tah und Nmecha machen es wie Effenberg
Nach Stefan Effenberg, der 1994 in den USA sein WM-Einstand feierte, konnte sich kein gebürtiger Hamburger mehr das WM-Ticket für Deutschland sichern. Jonathan Tah (Bayern München) und Felix Nmencha (BVB) haben nun die Chance erhalten: Sie wurden von Julian Nagelsmann in den diesjährigen WM-Kader berufen.
Jonathan Tah, der seine Jugendzeit bei Altona 93, SC Concordia und im NLZ des HSV verbrachte und auch den Sprung in den HSV-Profi-Kader schaffte, wird die deutsche Auswahl bei der WM tatkräftig in der Defensive unterstützen.

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Felix Nmecha, der seine ersten Lebensjahre in Hamburg verbrachte, bevor seine Familie nach England auswanderte und er die Jugendmannschaften Manchester Citys durchlief, gab 2023 sein DFB-Debüt. Beim 1:1 gegen Ungarn im November 2024 schoss er sein erstes DFB-Tor. Wird er Deutschland bei der WM auch mit Toren beglücken?
Lange Zeit nur Kroos aus dem Osten
Der Trend Richtung Süden und Westen ist derweil nicht neu. Bei den vier Turnieren nach dem Sommermärchen 2006 war bei Weltmeisterschaften Toni Kroos (Greifswald) der einzige im Osten geborene DFB-Spieler. Bei der Heim-EM vor zwei Jahren standen allerdings in Kroos sowie Robert Andrich (Potsdam) und Beier drei Spieler mit Ost-Geburtsort im Nagelsmann-Aufgebot.
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Die meisten DFB-Spieler mit Ost-Herkunft gab es seit der Wiedervereinigung bei der EM 2000. In Carsten Jancker, Ulf Kirsten, Jens Jeremies, Michael Ballack, Marko Rehmer und Thomas Linke war es ein halbes Dutzend. (dpa/tb)
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