Montell Ndikom im Spiel gegen Altona 93.

Montell Ndikom wurde bei einem Spiel rassistisch beleidigt. Foto: IMAGO/Niklas Heiden

„Nicht einfach schweigen“: Hannover-Spieler spricht über rassistische Fan-Attacke

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Knapp eine Woche nach dem Rassismus-Vorfall beim Regionalliga-Spiel zwischen dem FSV Schöningen und Hannover 96 II (3:1) hat sich der betroffene 96-Spieler Montell Ndikom zum ersten Mal öffentlich dazu geäußert.

„Vor fünf, sechs Jahren wäre ich komplett überfordert gewesen. Heute bin ich in der Position, dass ich sage: Da musst du dich klar dagegenstellen. Wir dürfen nicht einfach schweigen und Rassismus so in einer Form hinnehmen“, sagte der 21 Jahre alte Offensivspieler der „Neuen Presse“ und der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. „Ich habe da jetzt eine Verantwortung und finde es wichtig, das deutlich zu benennen, es ernst zu nehmen und nicht einfach weiterzumachen!“


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Ndikom war am Ostersonntag von einem Zuschauer rassistisch beleidigt worden. Der frühere deutsche U19-Nationalspieler ging daraufhin zum Schiedsrichter, das Spiel wurde für mehrere Minuten unterbrochen, aktuell ermittelt das Sportgericht des Norddeutschen Fußballverbandes in der Sache.

Schöningen bestätigt: Stadionverbot für Zuschauer

Gastgeber FSV Schöningen verurteilte das Verhalten des Zuschauers direkt danach via Durchsage über die Stadionlautsprecher und später auch in einer Stellungnahme auf der Internetseite des Vereins. Ein Clubvertreter bestätigte zudem, dass der Zuschauer mittlerweile mit einem Stadionverbot belegt worden sei.

Unmittelbar nach dem Vorfall selbst hatte der Verein den Zuschauer jedoch nur ohne Erfolg dazu aufgefordert, das Stadion zu verlassen. „Die Durchsage war gut. Aber es ist inkonsequent, ihn nicht rauszuwerfen“, sagte Ndikom dazu.

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Der 96-Profi regte an, nicht nur Spieler, Trainer und Schiedsrichter, sondern auch Clubfunktionäre „auf diesen Ebenen noch einmal alle für das Thema zu sensibilisieren und zu schulen, wie genau man damit umgeht. Rassismus ist leider auch heutzutage immer noch und immer wieder Thema“, sagte er. (dpa/tb)

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