Nico Schlotterbeck gestikuliert auf dem Spielfeld

Nico Schlotterbeck bemängelte die fehlende „Winner-Mentalität“ beim BVB. Foto: IMAGO/Maximilian Koch

„Nicht bitter – sondern richtig schlecht!“ Schlotterbeck zählt BVB-Stars an

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Niko Kovac schaute grimmig – und sparte hinterher nicht mit Kritik. Es sei „definitiv zu wenig“ gewesen, was seine Mannschaft beim enttäuschenden 2:2 (1:1) gegen den krassen Außenseiter FK Bodö/Glimt gezeigt habe, sagte der Trainer von Borussia Dortmund bei DAZN: „Wir haben uns hier viel mehr erwartet.

Doch anstatt in der Champions League zu Hause gegen die Norweger einen Pflichtsieg zu holen, vergab der BVB eine große Chance im Kampf um das direkte Ticket für das Achtelfinale. Durch den Stimmungsdämpfer rutschen die Schwarz-Gelben in der Tabelle auf Rang zehn ab – dabei hätte man nach Punkten mit Titelverteidiger Paris Saint-Germain auf Platz drei gleichziehen können.

„Das reicht so nicht. Wenn du die Chancen liegen lässt, dann gewinnst du auch kein Spiel gegen Bodö Glimt“, sagte Kovac. „Und wir haben heute die Chancen gehabt, haben sie aber nicht genutzt. Das kann auch passieren, aber dann musst du solche Spiele 2:1 nach Hause fahren. Aber so – das ist zu wenig.“

Qualifikation für das Achtelfinale ist jetzt „viel schwieriger“

In der Ligaphase noch unter die Top-Acht zu kommen und sich so direkt für das Achtelfinale zu qualifizieren, werde jetzt „sicherlich sehr viel schwieriger“, sagte Kovac. Schließlich heißen die nächsten beiden Gegner Tottenham Hotspur und Inter Mailand, das „sind natürlich ganz andere Kaliber als Bodö/Glimt“.

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Aber das am Anfang der Saison ausgegebene Ziel „Top 24“ und die damit verbundenen Play-offs werde man „erreichen“, denkt Kovac: „Aber wir haben eine Riesen-, Riesenchance liegen gelassen, das muss man auch ganz klar sagen.“ Und: „Wir waren selbst schuld.“

Nico Schlotterbeck vermisst „Winner-Mentalität“ beim BVB

Nach dem Spiel kritisierte Nico Schlotterbeck sich und seine Teamkollegen heftig. „Jeder hat ein Stück weit sein Spiel gespielt, die Spieler, die reinkommen, verlieren jeden Ball.“ Er habe sich von den Einwechselspielern mehr Intensität gewünscht. „Wenn man in der 60. Minute reinkommt, erwarte ich 30 Minuten Volldampf.“

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Schlotterbeck ergänzte, dass ihm bei seinem Team die „Winner-Mentalität“ gefehlt habe, und merkte an, dass „Schönspielen“ in der Champions League nicht ausreiche. „Wir können hier auf 13 Punkte gehen und manchen war nicht bewusst, wie wichtig das ist. Deswegen ist es nicht bitter, sondern richtig schlecht.“ Und: „Das kann nicht der Anspruch sein, vor allem in einem Heimspiel ist das zu wenig.“ (sid/hmg)

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