„Nacktkontrollen“? Boykott der Kölner Fanszene in Leverkusen
Ein Hacken-Traumtor hat Bayer Leverkusen den Weg zum Derbysieg gegen den 1. FC Köln geebnet. Doch Fan-Ärger überschattete vorab das Rhein-Duell.
Beim 2:0 im Abendspiel erzielte Martin Terrier (66. Minute) das Führungstor für die Leverkusener, indem er den Ball im Fallen per Hacke ins Kölner Tor setzte. Nationalspieler Robert Andrich (72.) besorgte mit seinem ersten Saisontor den Endstand vor offiziell 30.210 Zuschauern.
Vor dem Anpfiff hatten Einlasskontrollen für Ärger unter den Kölner Anhängern gesorgt. Etwa 500 FC-Fans aus der aktiven Szene boykottierten das Spiel aus Protest gegen die aus ihrer Sicht zu intensiven Maßnahmen der Polizei. Die Rede war dabei auch von „Nacktkontrollen“, was die Vereine zunächst aber nicht bestätigen konnten.
Leverkusens Ultras zeigen sich solidarisch
„Nachdem Nacktkontrollen stattgefunden haben, hat sich die aktive Fanszene entschieden, das Stadion geschlossen zu verlassen“, teilte die Kölner Fanhilfe über „X“ mit.

„Bayer 04 kann bestätigen, dass die Einlasskontrolle im Gästebereich zum heutigen Spiel gegen den 1. FC Köln ruhig und ohne Zwischenfälle verlief. Unabhängig vom Spiel stattgefundene, polizeiliche Maßnahmen führten dann zum Verlassen von rund 500 Fans des 1. FC Köln. Über Art und Umfang der Maßnahmen haben wir keine Kenntnis, da Bayer 04 hier nicht involviert war“, so der Verein über „X“.
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Aus Solidarität mit den FC-Ultras stoppten die Bayer-Fans laut Sky den organisierten Support zwischenzeitlich und zogen Flaggen und Banner ein. Am Ende durften sie aber einen Derby-Sieg feiern. (dpa/lam)
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