Lukas Kwasniok spricht auf einer Pressekonferenz des 1. FC Köln.

Lukas Kwasniok, Trainer des 1. FC Köln, entschuldigte sich für seine Reaktion nach dem Spiel gegen Hoffenheim, bei dem ein Fan stürzte und am Tag danach seinen Verletzungen erlag. Foto: imago/Beautiful Sports

„Gilt es zu akzeptieren“: Kwasniok reagiert auf Shitstorm nach Todesfall

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Lukas Kwasniok vom Bundesligisten 1. FC Köln hat nach irritierenden Worten um Entschuldigung gebeten. Im Anschluss an das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim (2:2) hatte sich der Trainer über fehlende Unterstützung der Fans beklagt. Diese hatten aufgrund eines medizinischen Notfalls im Stadion geschwiegen, am Tag nach dem Spiel war ein 90 Jahre alter Fan nach SID-Informationen im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen.

„Ich bitte um Entschuldigung“, sagte Kwasniok vor dem Spiel beim FC Augsburg am Freitagabend (20.30 Uhr/Sky): „Ich glaube, es gibt zwei Dinge, die wichtiger sind als der Fußball. Das ist die Geburt und der Tod eines Menschen.“

Köln-Trainer entschuldigt sich und bekundet Beileid

Die Lage sei „unübersichtlich“ gewesen, sagte Kwasniok: „Mittlerweile haben wir aus den Medien entnommen, dass ein FC-Fan verstorben ist. Ich hoffe, das ist der richtige Moment, um mein Beileid auszusprechen, ihnen viel Kraft zu wünschen. Es gibt, glaube ich, im Leben nichts Schlimmeres, als einen geliebten Menschen zu verlieren. Das ist mir extrem wichtig.“

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In der Vergangenheit hatte es schon mehrfach Stimmungsboykotts gegeben. Da der Aufsteiger ohne Support schwächer sei, sei der Zwiespalt „nicht einfach, weil es auf der einen Seite immer um Menschlichkeit geht, aber im Leistungssport auf der anderen Seite einzig und allein um Punkte. Und daran werde ich gemessen“, sagte Kwasniok.

Kwasniok akzeptiert nach Kritik den Stimmungsboykott

Sein Fokus habe darauf gelegen, „dass ich das auch schade fand, dass das zum wiederholten Male der Fall gewesen ist“, sagte der 44-Jährige: „Aber wenn die Werte und die Vereinbarungen auch in den Kurven so sind, dann gilt es, das zu akzeptieren.“

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Am Samstag hatte Kwasniok gesagt, dass ein eingestellter Support für die Mannschaft grundsätzlich schade sei, „weil das Heimspiel in dem Moment dann nicht mehr ein solcher Vorteil ist, wie es mit Support der Südkurve der Fall ist“. Die Aussagen hatten in der Folge für Kritik gesorgt. (sid/ea)

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