„Er hat 125 Millionen Pfund gekostet!“ Heftike Kritik an DFB-Star Wirtz
Angeschlagen, aber noch nicht aufgegeben: Liverpools Kapitän Virgil van Dijk sieht nach einem schwierigen Abend in Paris noch eine Restchance für sein Team auf das Halbfinale der Champions League. In der Heimat gibt es derweil erneut heftige Kritik – auch an DFB-Star Florian Wirtz.
„Natürlich bin ich überhaupt nicht glücklich darüber, hier verloren zu haben“, sagte van Dijk nach dem verdienten 0:2 im Viertelfinal-Hinspiel bei Titelverteidiger PSG: „Das einzig Positive ist, dass wir nächste Woche noch ein weiteres Spiel vor uns haben.“
Das Team des stark angeschlagenen Trainers Arne Slot erlebte einen ziemlich unangenehmen Abend im Pariser Prinzenpark. „Wir sollten uns glücklich schätzen, dass wir nur 0:2 verloren haben“, sagte Slot ehrlich: „Wir sind noch immer im Rennen und wissen, was Anfield für einen Unterschied für uns machen kann.“
Laute Kritik an Wirtz – Slot Ideenlos
Jamie Carragher hat derweil nach Liverpools schwachem Auftritt vor allem Florian Wirtz deutlich kritisiert. Der TV-Experte bemängelte bei CBS Sports, dass der deutsche Nationalspieler seiner Rolle als teurer Offensivstar bislang nicht gerecht werde: „Wirtz muss mehr tun, furchtbar viel mehr.“
Gemessen an seiner hohen Ablösesumme falle der Einfluss auf das Spiel zu gering aus. „Er hat 125 Millionen Pfund gekostet und das Beste, was man gerade über ihn sagen kann ist: Er spielt ganz ordentlich“, so Carragher. Grundsätzlich forderte er von Spielern wie Wirtz mehr Dominanz am Ball und mehr Einsatz gegen den Ball, um Liverpools Offensive gefährlicher zu machen.
Coach Slot räumte nach der schwachen Vorstellung seiner Mannschaft offen Probleme ein: „Wir hatten Glück, dass wir nicht noch mehr Gegentore kassiert haben.“ Der Systemwechsel auf eine Fünferkette erwies sich als Fehlschlag, Liverpool kam nur auf 26 Prozent Ballbesitz. „Jedes Mal, wenn wir hoch pressen wollten, wurden wir auseinandergenommen“, so Slot, der sogar auf Mohamed Salah verzichtete, um Kräfte für das Rückspiel zu sparen.
Paris mit 18:3 Torschüssen gegen Liverpool
Durch einen abgefälschten Schuss von Désiré Doué (11.) hatte Paris den Abwehrriegel der Reds recht schnell durchbrochen. Khvicha Kvaratskhelia( 65.) erhöhte nach dem Seitenwechsel für die überlegenen Franzosen, die bei einem Weiterkommen auf den Sieger des Duells zwischen dem FC Bayern und Real Madrid (Hinspiel 2:1) treffen würden.
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Ein Spiel, das Liverpool nur allzu gerne selbst bestreiten würde. Dafür muss die Offensive um Wirtz im Rückspiel am kommenden Dienstag aber deutlich mehr anbieten. In der französischen Hauptstadt sprach nicht nur das Torschussverhältnis von 18:3 klar für Paris. (sid/dpa/ch)
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