Möglicher Boss-Kandidat beim HSV: Kehl und der BVB trennen sich!
Boss-Hammer beim BVB! Dortmund und Sebastian Kehl (46) gehen ab sofort überraschend getrennte Wege. Der BVB gab die Trennung am Tag nach dem 3:2-Sieg gegen den HSV bekannt.
Diese Entscheidung hätten die BVB-Geschäftsführung des Klubs und der bisherige Sportdirektor „einvernehmlich” getroffen, hieß es.
Seit 2018 war Kehl vier Jahre Leiter der Lizenzspielerabteilung des BVB. Im Sommer 2022 übernahm der ehemalige BVB-Profi den Posten des Sportdirektors. Beim HSV wird der frühere Nationalspieler als möglicher Nachfolger für Ex-Sportvorstand Stefan Kuntz gehandelt.
Sebastian Kehl ist nicht mehr Sportdirektor des BVB
BVB-Geschäftsführer Sport, Lars Ricken, erklärte zur Trennung von Kehl: „In einem sehr offenen Gespräch sind Sebastian Kehl, Carsten Cramer und ich zu der gemeinsamen Überzeugung gelangt, dass im Sommer der richtige Zeitpunkt für Veränderungen gekommen ist. Damit sich beide Seiten darauf vorbereiten können, haben wir uns einvernehmlich auf eine sofortige Beendigung von Sebastians Tätigkeit verständigt.“
ℹ️ Borussia Dortmund und Sportdirektor Sebastian Kehl haben sich gemeinsam auf das Ende der Zusammenarbeit verständigt.
Wir bedanken uns für Sebastians Einsatz, seine Identifikation und seine Erfolge und wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute!
? https://t.co/BCgAwqcTpL pic.twitter.com/btJJzBpRD5— Borussia Dortmund (@BVB) March 22, 2026
BVB-Urgestein Kehl selbst sagte: „Borussia Dortmund hat mich mein halbes Leben begleitet und ich habe eine extreme Verbundenheit zu diesem großartigen Klub. Trotzdem haben wir nun gemeinsam das Gefühl entwickelt, dass es an der Zeit ist, neue Wege zu gehen – sowohl für den BVB als auch für mich. Zu diesem Ergebnis sind Lars, Carsten und ich heute in einem konstruktiven Gespräch gekommen. Ich habe Borussia Dortmund viel zu verdanken und bin stolz, rund 24 Jahre Teil der BVB-Familie gewesen zu sein. In dieser Zeit habe ich so viele unglaubliche Erfolge mit dem Verein, seinen Mitarbeitern und seinen fantastischen Fans feiern dürfen und es wird mich für immer stolz machen, Teil der Vereinshistorie zu sein. Das Feld hier ist bestellt, ich wünsche dem Verein bei seiner Neuausrichtung nur das Allerbeste und weiterhin die größtmöglichen Erfolge. Borussia Dortmund, das unglaubliche Stadion und die Südtribüne werden immer einen festen Platz in meinem Herzen haben. Es war mir eine Ehre.“
Kehl plante bis zuletzt noch den Kader für die kommende BVB-Saison
Der BVB spielt eine starke Bundesliga-Saison, hat aber wegen der Dominanz von Bayern München keine Chance auf den Titel. Im DFB-Pokal und in der Champions League ist Dortmund bereits früh ausgeschieden, insbesondere in der Königsklasse wurde das Team den hohen Erwartungen nicht gerecht.
Überraschend kommt die Trennung zum jetzigen Zeitpunkt in jedem Falle. Am Samstagabend hatte Kehl noch über seine Kaderplanungen und den Stand bei den Verhandlungen mit Nico Schlotterbeck über eine vorzeitige Vertragsverlängerung gesprochen.
Die Gespräche mit dem Nationalverteidiger hatte Kehl den vergangenen Tagen noch geführt. Auch war er in der Vorwoche noch auf Scouting-Tour unterwegs. Am Sonntag wurde ihm dann die Trennung mitgeteilt, die wohl erst im Sommer erfolgen sollte.
Kuntz-Nachfolge beim HSV: Kehl und Costa als mögliche Kandidaten
Zuletzt wurde immer wieder über ein mögliches Kehl-Engagement beim HSV spekuliert. Seit dem Aus von Stefan Kuntz ist Eric Huwer alleiniger Vorstand der Hamburger. Eine Headhunter-Agentur wurde vom Aufsichtsrat in die Suche einbezogen. Auch der aktuelle Sportdirektor Claus Costa gehört zum Kandidatenkreis. Schon im Januar war Kehl mit den HSV-Gerüchten konfrontiert worden. Damals bekräftigte er, dass sein Fokus auf der Transferzeit des BVB liege und er sich daher keine anderen Gedanken im Moment mache.
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