Fussball

Mit 26 Teams: DFL startet neue Talente-Liga – sieben Bundesligisten fehlen

Louis Lemke und die U21 des HSV sind bei der neuen Talente-Liga dabei.

Der deutsche Profifußball bekommt ab der kommenden Saison einen zusätzlichen U21-Wettbewerb. Die neue „Bundesliga Talent Series“ soll jungen Spielern mehr Einsatzzeit auf hohem Niveau ermöglichen und den Übergang in den Profibereich erleichtern.

Der zusätzliche U21-Wettbewerb im deutschen Profifußball geht in der kommenden Saison mit 26 Mannschaften unter dem Namen „Bundesliga Talent Series“ an den Start. Das gab die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Dienstag bekannt. Demnach schicken elf Bundesligisten und 15 Zweitligisten ihre Teams ins Rennen. Die Erstligisten Bayer Leverkusen, VfB Stuttgart, SC Freiburg, FC Augsburg, TSG Hoffenheim, 1. FC Köln und FSV Mainz 05 sind nicht dabei.

Antwort auf Probleme in der Talentförderung

Hintergrund des neuen Wettbewerbs ist die Erkenntnis, dass der deutsche Profifußball bei der Durchlässigkeit von Talenten aus dem Jugend- in den Profibereich im europäischen Vergleich bei diversen Kennzahlen teilweise deutlich hinterherhinkt. Um das zu ändern, wurde die neue Serie ins Leben gerufen - das hatte die eigens einberufene Expertengruppe mit Blick auf zusätzliche Spielzeit für die Nachwuchskicker empfohlen. Die Teilnahme ist freiwillig, der Wettbewerb ergänzt das bestehende Ligensystem.

DFL sieht wichtiges Signal für den Nachwuchs

„Eine Top-Nachwuchsförderung ist die Basis der sportlichen Qualität und zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit der Bundesligen. Durch die 'Bundesliga Talent Series' schafft die DFL zusätzliche Spiel- und Entwicklungszeit für Talente, bei hoher Flexibilität für Klubs und geringen Kosten“, sagte DFL-Geschäftsführer Marc Lenz: „Uns war es wichtig, zielführende Maßnahmen bereits kurzfristig im Ligaverband umzusetzen. Die Etablierung des neuen U21-Wettbewerbs nach wenigen Monaten intensiver Diskussionen, verbunden mit den vielen positiven Rückmeldungen der Klubs, ist ein deutliches Signal der Bundesligen pro Nachwuchsförderung.“


Auch ältere Spieler dürfen eingesetzt werden

Pro Team können zusätzlich bis zu vier ältere Spieler eingesetzt werden. So soll Profis nach Verletzungspausen eine Plattform für den Wiedereinstieg geboten werden.

Gespielt wird in zwei Halbserien im Ligaformat gemäß dem Schweizer Modell. Die beiden bestplatzierten Teams qualifizieren sich für die Finalspiele im Frühjahr 2027. Die Partien können zur Reduktion von Aufwand und Kosten auf neutralen Plätzen ausgetragen werden.

Spiele zunächst ohne Zuschauer

Die Spiele werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen, um organisatorische und wirtschaftliche Belastungen gering zu halten. Für das Finalturnier ist eine Austragung mit Zuschauern vorgesehen. (sid/ggg)

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