Mirko Slomka und Jörg Schmadtke stehen auf der Tribüne

Früher führte Jörg Schmadtke (r.) Hannover 96 unter Trainer Mirko Slomka (l.) in die Europa League - jetzt fungiert Schmadtke als Geschäftsführer Sport bei 96. Foto: imago/osnapix

„Falsche Erwartungen“: Schmadtke bremst – will mit Hannover aber aufsteigen

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Mit dem Namen Jörg Schmadtke verbinden sie in Hannover rauschende Europapokal-Nächte. Gemeinsam mit Trainer Mirko Slomka führte Schmadtke die Niedersachsen 2011/12 und 2012/13 zweimal in die Europa League. Kein Wunder, dass die Euphorie unter den 96-Fans groß ist, seitdem der Zweitligist Schmadtke an Heiligabend als neuen Geschäftsführer Sport und damit als Nachfolger des zu RB Salzburg gewechselten Marcus Mann vorgestellt hat.

Doch Schmadtke sieht sich in seiner zweiten Amtszeit in Hannover nicht als Heilsbringer. „Man muss mit dem Blick auf die Vergangenheit auch aufpassen. Das weckt manchmal auch falsche Erwartungen“, sagte Schmadtke in einer Medienrunde im Trainingslager im türkischen Belek. „Es ist eine neue Zeitrechnung: Damals war es Erste Liga, jetzt ist es Zweite Liga, auch wenn wir eine Idee haben, wie wir vielleicht auf Sicht wieder Erstligist werden.“

Schmadtke will Hannover 96 helfen

Eigentlich hatte sich Schmadtke nach seiner Zeit beim VfL Wolfsburg und einem kurzen Intermezzo beim FC Liverpool bereits in den Ruhestand verabschiedet. Zeit mit der Familie und viele Reisen statt Fußball standen im Mittelpunkt. Doch zuletzt schien es dem 61-Jährigen doch etwas langweilig geworden zu sein, weshalb er sich für eine Rückkehr nach Hannover entschied.

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„Ich hatte das Gefühl, dass ich Menschen, die ich mag, unterstützen kann, und dem habe ich entsprochen. Ich habe mich jetzt zwei Jahre um andere Dinge gekümmert, aber jetzt hatte ich das Gefühl, dass man möchte, dass ich unterstütze“, begründete der Ex-Torwart seine Rückkehr ins Fußball-Geschäft.

Erste Liga als Ziel

Das gemeinsame Ziel ist klar: Hannover 96 soll zurück in die Erste Liga. Doch dass dies nicht einfach wird, mussten die Niedersachsen bereits in der Hinrunde erleben. Trotz eines starken Saisonstarts liegen die 96er zur Winterpause nur auf Platz fünf, mit vier Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz.


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Schmadtke sieht die Zwischenbilanz allerdings gar nicht so negativ wie manche im Umfeld des chronisch unruhigen Traditionsvereins. „Wir sind ein Klub, der im Sommer einen Monster-Umbruch gemacht hat. Wir haben eine relativ junge Mannschaft. Wir sind zur Halbserie Fünfter mit Anschluss nach oben, da würde ich sagen, es war eine gute Hinrunde.“

Schmadtke: „Wintertransfers sind kompliziert“

In den Tagen von Belek soll es nun darum gehen, noch besser als Team zusammenzuwachsen und im anspruchsvollen Spielstil von Trainer Christian Titz an den Feinheiten zu arbeiten. Zudem wird Schmadtke viel Zeit am Telefon verbringen, um noch den einen oder anderen Neuzugang zu verpflichten. Vor allem für den Sturm ist Hannover auf der Suche.

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Leicht werde das aber nicht, räumte Schmadtke ein. „Der Winter ist kompliziert bei Transfers“, sagte der neue starke Mann bei 96. „Der Markt ist teurer, du kannst dem Spieler außerdem kaum Zeit zur Eingewöhnung geben. Die Veränderungen werden nicht riesengroß sein.“ Mit seiner großen Erfahrung und seinen guten Verbindungen will der neue Sport-Geschäftsführer aber doch ein wenig was möglich machen – und damit erste Erwartungen erfüllen. (dpa/lam)

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