Lea Schüller verabschiedet sich weinend von den Fans des FC Bayern München

Mit Tränen in den Augen verabschiedete sich Lea Schüller von den Bayern-Fans. Foto: IMAGO / HMB-Media

Lea Schüller sagt Servus bei den Bayern – wohin es den DFB-Star zieht

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Lea Schüllers Karriere ist ins Stocken geraten. Nun wagt die Torjägerin, die einst in Alexandra Popps Fußstapfen treten sollte, wohl einen Neuanfang.

Es sah schon alles ziemlich nach Abschied aus. Lea Schüller kullerten Tränen über ihre Wange, sie fiel ihren Mitspielerinnen in die Arme und winkte den Fans des FC Bayern sichtlich bewegt zu. Ein letztes Mal? Die emotionalen Momente, die die Nationalspielerin nach der letzten Partie vor der Weihnachtspause in Leverkusen erlebte, ließen kaum einen anderen Schluss zu.

Lea Schüller verlor Stammplatz bei den Bayern und beim DFB

Einst sollte Schüller die große Lücke füllen, die Ausnahmeerscheinung Alexandra Popp im deutschen Nationalteam hinterlassen hatte. Doch die Karriere der Fußballerin des Jahres 2022 geriet ins Stocken. Am Ende eines Jahres, in dem Schüller ihren Stammplatz bei den Bayern und in der DFB-Auswahl verlor, bleibt ihr wohl nur ein Neuanfang. Die 28-Jährige zieht es dem Vernehmen nach zu Manchester United, künftig soll es auf der Insel wieder häufiger „schüllern“.

Offiziell ist der Abschied nach fünf Jahren und 104 Toren in 181 Spielen in München noch nicht. Laut mehreren Medien steht Schüllers Flucht nach England aber unmittelbar bevor. Der Winterwechsel sei „so gut wie durch“, schrieb die „Bild“. Es heißt, die Bayern kassierten eine niedrige sechsstellige Ablösesumme für die Angreiferin, deren Vertrag im Sommer ohnehin ausgelaufen wäre.

Wechsel zu Manchester United steht bevor

„Es sind ein, zwei Dinge, die wir machen werden“, kündigte Bayern-Direktorin Bianca Rech an – sie ließ einen Verkauf der Angreiferin, die 2020 aus Essen gekommen war, durchklingen. Es gebe „gewisse Dynamiken, daher wird es so sein, dass wir auf dem Winter-Transfermarkt noch mal tätig werden“.

Schüllers Rolle hatte sich in den vergangenen Monaten aber nicht nur beim Double-Gewinner verändert. Auch im Nationalteam musste die Torjägerin mit der Wahnsinnsquote (82 Spiele, 54 Tore) zuletzt immer häufiger auf die Bank. Als im Sommer die heiße EM-Phase nach der Pleite gegen Schweden (1:4) begann, blieb der „Popp-Erbin“ nur noch eine Nebenrolle bei den deutschen Fußballerinnen.

Wiedersehen mit dem FC Bayern in der Champions League

Schüller gehe „sehr professionell damit um“, dass sie von der inzwischen verletzten Leipzigerin Giovanna Hoffmann und Frankfurts Nicole Anyomi verdrängt wurde, hatte Bundestrainer Christian Wück beim vergangenen Lehrgang betont. Schüller, versicherte er, nehme die Situation an: „Sie weiß, an welchen Faktoren sie arbeiten muss, was wir von ihr erwarten.“ Und dennoch sei Schüller ja weiter „eine Ausnahmestürmerin mit einer Topquote in der Nationalmannschaft“.

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Doch im Hinblick auf die WM 2027 in Brasilien benötigt Schüller Spielzeit im Verein. Die Qualifikation beginnt im März, in einer der Topligen Europas, so womöglich die Hoffnung, kann die Stürmerin wieder auf sich aufmerksam machen. Zumal Manchester auch noch in der Champions League vertreten ist. In den Playoffs kämpft United gegen Atlético Madrid um den Einzug ins Viertelfinale. Dort wartet der FC Bayern – und ein schnelles Wiedersehen nach dem Abschied? (sid/mp)

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